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Besuch auf der CMT

Hier findest Du Tipps zum Besuch der CMT Stuttgart, der größten Campingmesse in Süddeutschland. 2018 ist unser fünfter Messebesuch auf der CMT in Stuttgart, und diesmal am ersten Messetag. Sonst waren wir immer später da. Wie gut, dass wir schon so früh aufgebrochen sind, denn das Verkehrschaos ist vorprogrammiert. Die CMT feiert ihr 50-jähriges Jubiläum, wurde sehr gut beworben und ist auch in Teilen neu aufgebaut. Etwa 235.000 Besucher kamen im vergangenen Jahr. In diesem Jahr werden mehr erwartet.

Campingboom setzt sich fort

Am ersten Messetag sind die Hallen voll gespannter Erwartung. Dies gilt für die Besucher, aber vor allem auch für die Aussteller. Campen liegt wieder im Trend, bestätigen Betreuer verschiedener Stände. Schon kurz nach der Eröffnung laufen bereits die ersten Verkaufsgespräche.

Um die Fahrzeuge und auch darin drängen sich die Menschen. Auch Dark Bürgin von der Firma Obek (Otterstadt) am Stand von Carthago zeigt sich sehr zuversichtlich. Schon stehen die Interessierten Schlange, um das neue Modell im modernen Design zu besichtigen.

“Die Stimmung ist sehr positiv und der Besucherandrang riesig”, sagt Bürgin.

Neue Halle für Camping-Busse und Kastenwagen

#CMT

In der Bus Area ist mehr Platz für Kastenwagen und Campingbusse

Eine Premiere in diesem Jahr ist die Camping-Bus-Area. Hier stehen wichtige Kastenwagenmarken, Ausbauer in Spezialsegmenten, Busse und Anbieter modularer Ausbaulösungen direkt nebeneinander. Mehr Platz bedeutet auch neue Marken. Neben den beliebten “Kästen” auf Citroen und Fiat finden sich auch Ausbauten auf VW-Crafter, Mercedes, Renault, Opel oder Ford. Pössl, Concorde, Vantourer oder La Strada stehen hier Seite an Seite mit Schwabenmobil, Bimobil, Roadcar oder Clever. Aber auch Ausbauer und Marken, die ich bisher nicht kannte, sind jetzt hier zu sehen. Das Segment wird bunter und vielfältiger.

 

Welches Wohnmobil ist das Richtige

Hier den Überblick zu behalten ist nicht einfach. Die Fahrzeuge stehen kreuz und quer, dicht an dicht. Auch für die Besichtigung ist Geduld gefragt. Um ein richtiges Gefühl für die einzelnen Fahrzeuge, Materialien und Grundrisse zu bekommen, werden Schubladen geöffnet, Toiletten gedreht und Betten erklettert. Ich interessiere mich besonders dafür, was es für Familien Neues gibt, da ich darüber bald etwas veröffentlichen möchte.

Aber natürlich klettere ich auch genauso gespannt in die anderen ausgestellten Schmuckstücke. Dabei komme ich immer wieder mit anderen Kastenwagenfahrern ins Gespräch und wir Tauschen Tipps und Tricks aus. Aber auch ich informiere Interessierte natürlich über “meine Fahrzeuge”. Vom Pössl Vario 545 bin ich immer noch sehr überzeugt, auch wenn wir ihn inzwischen gegen einen Roadcamp R eingetauscht haben. Um hinterher noch zu wissen, welches Fahrzeug denn nun welche Vor- und Nachteile hatte, am besten gleich zu Beginn Notizen machen. Kastenwagenprofi Stephan Wermter aus Freiburg und sein Team sind sehr begehrte Ansprechpartner.

Wohnmobilkauf auf der Messe

Viele neue Fahrzeuge und Eindrücke bietet die Messe

Besonders ins Auge gefallen ist mir auch in Stuttgart wieder der La Strada Einzelbett, den es allerdings schon ein paar Jahre gibt. Wenn wir mal im Unruhestand mehrere Monate unterwegs sind, wäre dies sicher ein spannender Reisebegleiter. Stauraum und die Aufteilung im Innenraum gefallen uns gut. Nur auf das Bad müssen wir noch einmal einen konkreteren Blick werfen.

Auch in die Kästen von Malibu, die in einer anderen Halle stehen, werfen wir interessierte Blicke. Die Reihe von Clever inspizieren wir und positiv überrascht bin ich vom Anbieter Ahorn, der inzwischen auf der Empore in Halle 1 seinen festen Platz hat. Auch das Gespräch mit Geschäftsführer Alexander Reichmann ist wirklich interessant. Sein Konzept geht auf. Er und sein Team haben bereits die ersten Fahrzeuge verkauft. Der Preis-Leistungs-Sieger bei Auto Bild ist besonders für Einsteiger eine Möglichkeit. Und der angebotene Kastenwagen macht einen wertigeren Eindruck als in der Vergangenheit. Typisch ist hier die helle nicht immer praktische Optik und der große Kühlschrank. Das ist aber auch kein Wunder, denn unter dem Ahornblatt steckt ein Italiener, der im Auftrag und nach Vorgaben der Speyerer Firma gebaut wird.

Der Vermieter Indie Camper mit Kastenwagen mit minimalistischer und ansprechender Ausstattung trifft ebenfalls auf großes Interesse. Wir treffen eine Familie, die überlegt ein solches Fahrzeug für ihre Nordkap-Reise zu mieten. Vielleicht treffen wir uns dann ja.

Neue Reiseziele und Ausstattung

Neue Ausstattungsideen haben wir auch bekommen. Die Firma Hewe Caravantechnik aus Freiburg hat gemeinsam mit Hot4Spot eine mobile Lösung für Wohnmobile entwickelt. Auf der Empore in Halle 5 (inzwischen umgezogen an den Stand von Pössl) sind wir darüber gestolpert. Es ist weit mehr als ein WLan-Router, wird fest verbaut und hat eine aus dem Yachtbau stammende starke Antenne. Das Ganze wird bei einem Kastenwagenhändler eingebaut. Das System finde ich sehr interessant und es gibt für Kastenwagenfahrer auch einen attraktiven Messerabatt.

In Halle 9 gibt es eine große Zahl von interessantem Zubehör. Bei Carsten Stäbler lassen wir uns kompetent zur Verbesserung des Fahrwerks und Niveauregulierung beraten. Schon in der Vergangenheit haben wir bei ihm Dinge Einbauen lassen und waren immer sehr zufrieden. Nur ein paar Meter weiter fällt uns ein Miniatur-Klima-Gerät ins Auge, das mit 12 Volt betrieben werden kann. Der “Evapolar” steht direkt neben dem Ecomat2000. Den Vorgänger Keramik-Heizlüfter haben wir seit 15 Jahren in Betrieb. Aber auch der Besuch in den Messehallen birgt viel Abwechslung. Prospekte zu Norwegen, Top-Stellplätzen und der Schwäbischen Alb landen in unserem Fundus. Lange sind wir auch am Stand der Kirchen in Halle 6. Der neu eingerichtete Martinus-Pilgerweg klingt sehr spannend. Vielleicht mal eine Idee für eine nächste Tour mit dem Kastenwagen.

Fazit nach einem langen Tag

Wir fahren mit unserem Pössl genau den Kastenwagen, der für uns passt. Es wird bald noch mehr Wohnmobilfahrer geben, schon am ersten Messetag sind viele Fahrzeuge verkauft worden. Aber auch Wohnwagen und hochwertige Faltcaravans sind gesucht. Der weitere Ausbau der Infrastruktur ist also dringend notwendig. Wie gut, dass wir bevorzugt im Ausland und nicht mehr in den Ferien unterwegs sind.

Wir hatten viele gute Gespräche, neue Eindrücke und haben gute Bekannte wieder getroffen. Die neue Aufteilung der Messe ist gelungen. Also eine echte Empfehlung zum Hin-Fahren, allerdings ist ein Tag viel zu kurz, selbst wenn (noch) kein Kauf eines Kastenwagen geplant ist.


Tipps zum Messebesuch auf der CMT

Früh anreisen

Um 8.30 Uhr ist die Zufahrt mit dem PKW zu den gut ausgeschilderten Parkplätzen noch möglich. Auch an den Kassen und der Information gibt es noch keine Schlangen. Die CMT, also das Messegelände in Stuttgart direkt neben dem Flugplatz, ist gut ausgeschildert.

Vorbereiten

Genau planen, was Du sehen willst und dann die Hallen gezielt ansteuern. Also Wohnmobilmarke und Standort wissen, Ausstattung im Vorfeld festlegen und auch beim Zubehör oder Interesse an bestimmten Ländern mit Liste arbeiten. Die Messe ist unendlich voll, es gibt sehr viele Menschen und irgendwann ist die Reizüberflutung komplett. Am Ende des Tages hat man dann vielleicht nicht das gesehen, weshalb man gekommen ist. Und nicht vergessen, in den Hallen sehen alle Fahrzeuge gut aus und auch ein “Riesenschiff” wirkt neben dem anderen vielleicht nicht ganz so groß. Deshalb empfiehlt es sich auch die Länge des Fahrzeugs im Auge zu behalten und genau zu wissen, was vors Haus oder durchs Tor passt. Und natürlich spielt auch das Gewicht eine große Rolle.

Verpflegung

Es gibt an allen Ecken Möglichkeiten der Versorgung und auch die Preise sind im Rahmen. Ein Messetag kann lang sein und da sind die Pausen zwischendurch wirklich notwendig. Aber auch das Mitbringen von Speisen und Getränken ist durchaus eine Alternative, besonders wenn man Kinder dabei hat.

Programm

Rund um die Messe gibt es eine Reihe von Vorträgen, Vorführungen und Filmvorführungen. Auch diese lohnen sich.

Wohnmobil kaufen

Wir selbst haben schon zweimal auf der CMT ein Fahrzeug gekauft. Dabei haben wir uns im Vorfeld mit Prospekten und im Internet informiert. An einem Messetag waren wir dann ausführlich gucken und am zweiten haben wir eingegrenzt und nach sorgfältigem Überlegen zugeschlagen. Auch Bauchgefühl war dabei.

Wichtig ist es einen Händler zu finden, der einem liegt, der einen gut berät, einen guten Preis macht und nicht zu weit weg vom Wohnort entfernt ist. Denn die Verkäufer auf der Messe sind Händler aus ganz Deutschland. OK, wir müssen 200 Kilometer fahren, in 30 Kilometer Entfernung wäre ein Händler, der die gleiche Marke vertreibt. Wir haben aber mit dem in unserer Nähe bisher keine guten Erfahrungen gemacht. Zum Beispiel, weil wir bei Besuchen nicht beraten wurden. Auch haben wir Freunde, die dort mehrmals ewig auf ihre Werkstatttermine warten mussten. Wir finden deshalb, der Aufwand lohnt sich. Also am besten mit einer Liste kommen und diese während des Tages immer wieder ergänzen, die Auswahl ist riesengroß.

Und zum Schluss

Auch mal mit offenen Augen durch die Hallen schlendern, es gibt immer wieder etwas tolles zu entdecken mit dem man nicht gerechnet hat. Eine Tasche für Prospekte ist auch nicht verkehrt. Bequeme Kleidung (nicht zu warm) und vor allem bequeme Schuhe sind auch wichtig.

Viel Spaß auf der Messe!