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Eigenes Wohnmobil kaufen oder mieten? Argumente für den Kauf

Du überlegst noch, ob Du ein eigenes Wohnmobil kaufen sollst? Gerade sind wir von einem Kurztrip mit unserem Kastenwagen zurück. Es war einfach wunderbar und wir haben unsere kleine Reise sehr genossen. Für einen längeren Urlaub reichen die Urlaubstage leider nicht mehr, auch können wir eine große Fahrt wegen der Familie aktuell nicht einrichten. Aber in solchen Momenten ist unser eigenes Wohnmobil für uns einfach unbezahlbar. Denn ein Kurztrip mit dem Camper ist ein wirklich erholsamer Miniurlaub.


Eigenes Wohnmobil ja oder nein?

Blick ins Tal mit dem eigenen Wohnmobil

Übernachtung auf dem Höhenkamm in den Vogesen und am nächsten Tag gleich zur Wanderung starten

Immer wieder hören wir, ein Wohnmobil sei doch ziemlich teuer und lohne sich wegen der hohen Anschaffungskosten nicht. Andere sagen, dass sie gerade durch ihr eigenes Campingfahrzeug mehr unterwegs sind.

Wegen der Arbeit können viele ihr Wohnmobil nur in den Ferien oder am Wochenende nutzen. Für uns rechnet sich das Wohnmobil, weil wir unseren Kastenwagen auch als Zweitwagen fahren. Andere überlegen aber gerade vor der nicht unerheblichen Neuanschaffung, ob sich die Ausgaben überhaupt lohnen, oder es vielleicht günstiger wäre doch ein Mietwohnmobil zu nutzen. Hier will ich ein wichtiges Argument für den Kauf eines eigenen Wohnmobils beschreiben. Denn das eigene Campingfahrzeug bietet große Flexibilität und Fahrten sind auch spontan möglich.

Vorteil eigenes Wohnmobil: Kurztrips

Pause unterwegs, mit tollem Blick aus dem Camper ins Tal

Kurztrip mit dem Wohnmobil: Einfach anhalten, Tür auf und genießen

Wir genießen die Freiheiten, die Flexibilität und Mobilität, die unser Kastenwagen uns bietet. Gerade in Zeiten mit heftigem Stress bei der Arbeit und in der Familie sind es wertvolle Auszeiten aus dem Alltag, die uns unendlich helfen. Es muss ja nicht immer der Roadtrip in die Normandie oder die Wohnmobilreise zum Nordkap sein. Das Gute liegt oft so nahe. Ein Wochenende mit Camper-Freunden in St. Martin, eine Fahrt ins Elsass in die Vogesen oder nur ein kleiner Sprung über die Grenze nach Weissenburg sind gute Alternativen.

Auszeit an einem anderen Ort sind anders als Pausen zu Hause. Denn wir entdecken dabei neue Orte, Dinge und kulinarische Köstlichkeiten. Mit schöner Kulisse ist die Erholung besonders wertvoll. Ganz oft stehen wir mit unserem Reisemobil direkt in der Natur. Beim Campen sind wir dieser ganz nah und wir halten uns mehr im Freien auf.  Oder wir nutzen einen Stellplatz an einer Stadt oder einem Dorf, um diese intensiv besser kennen zu lernen. Auch beim Besuch bei Freunden oder nach Festen haben wir schon in unserem Kastenwagen übernachtet – sehr praktisch. Mit dem eigenen Wohnmobil sind Kurztrips jederzeit möglich, juhu!

Aber dann ist das Jahr um und man war doch wieder nicht unterwegs. Familiäre Verpflichtungen, Überstunden, Wochenendarbeit, Feste, Freunde oder Ehrenamt haben die freien Tage beansprucht, oder irgendetwas anderes ist dazwischen gekommen. Hier sind wir aktiv geworden.

So gelingt die Auszeit mit dem eigenen Wohnmobil

Wohnmobile auf einem Parkplatz in den Bergen

Drei-Tage-Kurztrip: Übernachtung im eigenen Wohnmobil auf einem Parkplatz in den Vogesen

Fahrzeug ständig bereit halten

Unser Kastenwagen ist immer mit Geschirr, Besteck, Bettzeug, Tischen und Stühlen ausgestattet. Auch Gas und ein wenig Wasser sind aufgefüllt. Dazu kommt eine Grundausstattung an Lebensmitteln und Getränken. So hält sich der Vorbereitungs- und Packstress in Grenzen.

Zusätzlicher Arbeitsaufwand, wenn wir auf einen Kurztrip starten

  • 2 Gießkannen Wasser auffüllen (das reicht uns zum Waschen und für die Toilettenspülung für 2 Tage)
  • Toilette fertig machen
  • Wanderschuhe einpacken
  • Waschsachen einpacken
  • 2 Handtücher einpacken
  • Kleidung für 2 Tage einpacken
  • Brot, Müsli und Obst mitnehmen
  • Eine Auswahl aus dem Kühlschrank einräumen
  • 6 Flaschen 1,5 Liter mit Trinkwasser einräumen
  • Computer, Kamera einpacken

Das ist doch gar nicht so viel, oder? Und das Ganze dauert nur 30 bis 45 Minuten und lässt sich sicher noch optimieren. Und wenn etwas fehlt, ist das auch nicht schlimm, denn es gibt ja überall Bäckereien und Lebensmittelläden.

Spontanität zulassen – mit dem eigenen Wohnmobil sehr gut möglich

Wohnmobilstellplatz in der Pfalz

Ideal auch für eine Nacht: In Gleiszellen (Pfalz) ist es einfach schön. Unterhalb des Ortes liegt ein einfacher Stellplatz mitten im Grünen auf Wiese und unter Apfelbäumen

Um das Wochenende zu genießen, braucht es keinen festen Plan. Im Gegenteil, das Treiben lassen und dabei Neues entdecken, bringt zusätzliche Erholung. Dabei profitieren wir sehr von Empfehlungen anderer Camper. “St. Martin in der Pfalz ist so schön”, berichteten uns Nachbarn auf einem Campingplatz in Schweden. Inzwischen haben wir schon zwei wunderbare Wochenenden in St. Martin verbracht. Beim letzten Versuch waren alle Wohnmobilplätze im Ort voll, so ein Mist. Das kann immer passieren, wenn man spontan unterwegs ist. Dann nicht verzweifeln, die Augen offen halten und eine Alternative in zehn Kilometer Umkreis suchen. So sind wir auf einem netten Weingut in Edenkoben gelandet.

“Flammkuchen esst Ihr am besten in Schweigen in der Südpfalz”, lautete eine andere Empfehlung, der wir gefolgt sind. Es war sehr lecker. Da in dem schönen Weinort das Übernachten mit dem Wohnmobil nicht möglich war, sind wir spontan drei Kilometer weiter auf die elsässische Seite der Grenze nach Weissenburg gefahren.

Auch wenn wir den Ort bereits gut kennen, der Spaziergang in der Nacht und die kleine Besichtigung am frühen Morgen waren einfach schön. Auf dem Rückweg haben wir wieder einen neuen Lieblingsplatz entdeckt. Ohne eigenes Wohnmobil hätten wir uns sicher nicht auf den Weg gemacht.

Ziele in der Nähe entdecken / Autobahnfahrten vermeiden

Schild Wohnmobilstellplatz

Mit dem eigenen Wohnmobil parken wir auch einmal auf einfachen Parkplätzen

Natürlich fahren wir gerne in Regionen, die wir nicht kennen, und am Liebsten ans Meer. Aber Stunden auf der Straße und vielleicht auf verstopften Autobahnen verbringen, raubt Kraft und Erholung. Das muss nun wirklich nicht sein, wenn die freien Tage so kostbar sind. Gerade bei unseren Kurztrips 30 bis 100 Kilometer rund um unseren Wohnort haben wir unsere Heimat neu kennen und lieben gelernt. Diese wenigen Stunden sind erholsam und fast so wertvoll wie eine lange Urlaubsreise. Kein Wunder, dass so viele Besucher mit dem Wohnmobil in der Pfalz, im Elsass und in Rheinhessen unterwegs sind. Hier ist es wirklich schön.

Damit des Klappt: Rechtzeitig Zeit blocken und Termine im Kalender eintragen

Für Kurztrips ist es nicht unbedingt notwendig, Urlaub zu nehmen. Gerade die Feiertage im April, Juni und Oktober lassen sich wunderbar zu verlängerten Wochenenden kombinieren. Dazu ist aber dann doch ein wenig Vorplanung gut. Inzwischen legen wir am Anfang des Jahres den Jahresurlaub mit möglichen Reisezielen fest und blockieren gleichzeitig bereits zusätzliche Wohnmobil-Wochenenden zum Wegfahren. Und wir verabreden uns zusätzlich mit guten Freunden, die kein Wohnmobil haben, mit denen wir unbedingt etwas unternehmen wollen.

Hauptsache weg

Wenn dann etwas dazwischen kommt, ist das auch kein Grund zu verzweifeln. Mein Mann muss aktuell öfter samstags arbeiten gehen, das entscheidet sich oft kurzfristig. Dann fahren wir aber trotzdem noch los, wenn er zurück ist. Denn eine Nacht unterwegs ist viel besser als zu Hause bleiben und verpasste Möglichkeiten verfluchen. Wenn es denn gar nicht klappt, ist auch ein Tagesausflug mit dem Reisemobil an den Fluss oder zu einem schönen Aussichtspunkt eine gute Abwechslung.

Freunde mit einbeziehen

Vielleicht lassen sich ja auch andere Wohnmobilfahrer für eine Wochenendtour inspirieren. Sie kennen sicher ebenfalls schöne Ziele. Gemeinsam macht es doch mehr Spaß. Und auch Freunde ohne eigenes Wohnmobil lassen sich begeistern. Beim letzten Kurzwochenende standen wir so schön und wollten nicht weg. Freunde von uns, fragten aber  nach einer gemeinsamen Wanderung. Spontan haben wir beides miteinander verknüpft. Sie kamen zu uns auf den Stellplatz und wir haben gemeinsam den schönen Ort genossen. Danach sind wir völlig ungeplant auf Entdeckungstour durch die Weinberge gewandert. Es war ein wunderbarer Tag.

Kastenwagen und Containerschiff

Ganz dicht am Wasser: Kurztrip mit dem Kastenwagen auf einen Stellplatz am Nord-Ostsee-Kanal

Ein eigenes Wohnmobil will genutzt werden

Viele Barrieren bestehen im Kopf. Seit wir uns dies bewusst gemacht haben, gönnen wir uns auch zu Zeiten größten Stresses solche Auszeiten bei Kurztrips mit unserem Campingfahrzeug.

Wichtig

  • Nicht auf später verschieben!
  • Auch einmal nein sagen!
  • Prioritäten setzen!

Unser Fazit: Ein eigenes Wohnmobil lohnt sich auf jeden Fall, will aber auch genutzt werden.

Für viele ist deshalb Mieten doch die bessere Alternative. Und für diejenigen, die sich ein neues Wohnmobil kaufen wollen, ist mieten auf jeden Fall eine sehr gute Möglichkeit eigene Bedürfnisse und Vorlieben beim Campen festzustellen.


Meine Tipps zu reisezielen für Kurztrips mit dem Wohnmobil

Hier gibt es weitere Anregungen (Werbung, Link zu Amazon)*

Reiseführer mit  Wohnmobil-Zielen in Deutschland: Besondere Stellplätze in Deutschland*


Und plant Ihr eine Neuanschaffung? Tipps auf was Ihr beim Wohnmobilkauf auf der Messe achten solltet, findest Du hier. Schreibt mir doch einfach einen Kommentar dazu. Ich freue mich auf Eure Erfahrungen und Erlebnisse.


Wohnmobil kaufen oder mieten? Ein eigenes Wohnmobil besitzen ist super. Denn ein Kurztrip mit dem Reisemobil ist ein erholsamer Mini-Urlaub. Tipps für Camper #Tipps #Fahrzeugkauf #Wohnmobil #Kurztrip #Wohnmobilkauf