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Kasten mit Inhalt: Isabel und Sebastian mit Pick-up und Wohnkabine

Camper sind einfach spannend. Es gibt so viele Lebensentwürfe, Campingfahrzeuge und Reiseziele. In Teil 10 meiner Porträtserie stelle ich Euch Isabel und Sebastian vor, die mit ihrer zweijährigen Tochter als Pick-up Camper und Wohnkabine unterwegs sind. Sie berichten über ihren Pickup, warum sie sich für Camping und ihr Fahrzeug entschieden haben und über ihre Erlebnisse und Erfahrungen auf Reisen.


Pickup und Wohnkabine im Feld

Aufwachen am Morgen hoch über den Wolken

Isabel & Sebastian berichten über ihre Reisen mit Pick-up, Nordstar-Kabine und Kind

Isabel und Sebastian und ihre tollen Fotos sind mir im Oktober in der Facebook-Gruppe Skandinavien mit dem Wohnmobil aufgefallen. Auf meine Anfrage bekam ich kurz drauf schon Antwort und zwei Wochen später war ihr tolles Interview da. Echt super! Ich finde ihre Erfahrungen beim Campen mit dem Dachzelt und dem Pick-up inklusive Kabine besonders spannend, denn damit kenne ich mich so gar nicht aus. Aber es gibt auch Parallelen – sie sind mit Kleinkind unterwegs, wie auch wir vor 20 Jahren mit unserem Sohn.


Wer steckt im Kasten?

Junges Paar mit Kind im Tragebeutel

Isabel und Sebastian sind mit ihrer Tochter meist in der Natur unterwegs – hier bei einer Wanderung zum Njupeskär

Isabel und Sebastian (33 & 34 Jahre)

  • Verheiratet, ihre zweijährige Tochter ist unterwegs immer mit dabei
  • Wohnhaft im Erzgebirge
  • Beruf: Projektmanagerin / Betriebliches Gesundheitsmanagement

Lebensphilosophie: Antizyklisch denken und handeln

Fahrzeug

  • Nordstar Eco 180 Wohnkabine, Basisfahrzeug: VW Amarok 2.0 BiTDI, 132kW/179PS, Allrad
  • Ausstattung: Doppelbett 1,95mx1,60m im Alkoven, Einzelbett 1,85mx0,7m in der umgebauten Sitzgruppe, 60 Liter Wasser, 80Ah Batterie im Aufbau, 80 Liter Kühlschrank, 2x5kg Gas, Truma Gasheizung, portable Toilette
  • Länge: 5,61m, Breite: 2,23m (ohne Zusatzspiegel) und 2,54m (mit Zusatzspiegel, sollten wir diese mal montieren müssen), Höhe: etwa 2,95m, zulässiges Gesamtgewicht: 3,4t, Leergewicht inklusive Kabine knapp 2,6t
  • Zusatzausstattung: Auflastung auf 3,4t (2,1t Hinterachslast) mit Goldschmitt Luftfeder und Schwerlastfelgen

Wie seid Ihr zum Campen gekommen?

Zelt und Auto an einem Fluss in Schweden

Nachtlager idyllisch gelegen am Österdalälven in Mittelschweden

Bis 2014 waren wir oft mit den Mountainbikes in den Alpen unterwegs. Dort haben wir viel und häufig auf Hütten und in Hotels übernachtet. Das „Campen“ begann für uns dann eigentlich so richtig 2015 auf unserer Hochzeitsreise in Skandinavien. Wir waren damals mit unserem Caddy Maxi unterwegs und hatten ein leichtes Trekkingzelt dabei. Meist stellten wir das Zelt direkt neben dem Auto auf, aber hin und wieder packten wir auch den großen Rucksack mit Isomatten, Schlafsäcken, Kocher und Essen voll und wanderten zu einem ruhigen Schlafplatz. So stand unser Zelt mitten im schwedischen Fjell, einsam am Strand auf den Lofoten oder auch knapp oberhalb der Trolltunga. Am nächsten Morgen ging es dann jeweils zurück zum Auto und dann fuhren wir wieder ein Stück weiter.

Camping mit Kind im Dachzelt

Mit der Geburt unserer Tochter wurde das Trekkingzelt zu eng. Wir wollten in der Elternzeit rund um die Ostsee fahren, sechs Wochen Zeit am Stück, die Chance mussten wir nutzen! Den Caddy Maxi hatten wir noch, aber Gepäck, Essen, Küche und Schlafen im Auto passte trotzdem nicht. Also kauften wir uns im Frühjahr 2017 ein Dachzelt samt Vorzelt und Markise. Auf 1,65m x 2,30m hatten wir mehr Platz als im heimischen Bett und die erste Reise Ende März liess auch bei Temperaturen von knapp unter null Grad niemanden in seinem warmen Schlafsack frieren.

PKW mit Dachzelt auf dem Campingplatz

Waschtag muss auch mal sein

Damit stand der Reise in den hohen Norden nichts mehr im Wege. Mitte Mai ging es zunächst über Polen und das Baltikum los. Mit der Fähre nach Finnland und dann immer weiter in Richtung Norden. Am Inari See bogen wir erstmal ab in Richtung russische Grenze. 80 Kilometer Schotterpiste lagen vor uns. Mitten in der Einsamkeit lag ein ruhiges Dörfchen direkt am See kurz vor der Grenze.

PKW aus Deutschland am Straßenschild: Murmansk 296 Kilometer

Keine 300 Kilometer bis Murmansk und trotzdem ohne Visum nicht erreichbar – bis ein andermal!

Nach längerer Rast ging es dann weiter. Die große Frage war nun ob wir bis zum Nordkapp fahren oder nicht. Erstmal ging es nach Vardø – dem östlichsten Ort Norwegens direkt an der Barentssee – es liegt immerhin bei 70° 22′ 0″N, 31°6′ 0″E, also auf ähnlicher östlicher Länge wie Kairo. Dort sind kaum Touristen und die Lage ist traumhaft schön. Dann meinte es der Wetterbericht gut und versprach am Nordkapp Sonnenschein bei 20 Grad, also fuhren wir doch hin. Ein paar Tage später waren wir dort, bei 2 Grad, Nebel, Wind und Altschnee. Aber, wir waren da! Ein Ziel war es aber nicht wirklich und nun begann schon wieder der Heimweg, es geht ja von dort aus nur noch in südliche Richtung weiter.

Noch mehr Abenteuer unterwegs

Paar sitzt auf dem Gipfel und blickt aufs Meer, man sieht kleine Inseln und das Gebirge in der Ferne

Ruhe auf den Lofoten und Ausblicke bis zum norwegischen Festland

Auf der Fähre auf die Vesterålen trafen wir ein anderes Paar aus unserer Heimat, ebenfalls in der Elternzeit unterwegs. Auf dem Campingplatz in Bleik saßen wir bis Nachts um zwei am Strand, quatschten und nebenbei sorgte der Fotoapparat für eine Zeitrafferaufnahme der Mitternachtssonne. In Richtung Lofoten trennten sich unsere Wege, sie wollten die Inseln unbedingt besuchen, uns wurde das Wetter zu schlecht. Wir bogen ab in Richtung Osten, nach Schweden. Das Wetter regnete sich an den norwegischen Bergen ab und wir hatten in Schweden 25 Grad und Sonnenschein. So ging es dann mal auf, mal parallel zum Inlandsvegen, weiter gen Süden. Auf kleinen geschotterten Nebenstrecken setzten wir mit dem vollgepackten Caddy öfters mal auf und kamen zum Glück pannenfrei zurück auf Asphalt.

Auf Piste mit Caddy und Dachzelt in Finnland

Auf Nebenstrecken sieht man viel mehr vom eigentlichen Land und trifft auf weniger Touristen

Zurück in der Heimat waren wir begeistert von dieser Reise, schauten aber zugleich nach einer Alternative zum Dachzelt, da wir vom Caddy auf einen „normalen“ Kombi wechselten. Im Februar 2018 ging es dann mit dem Seat schon wieder in den hohen Norden – wir hatten für eine Woche ein Ferienhaus auf den Lofoten gebucht, dazu eine Woche Anreise über Schweden geplant und eine Woche Rückfahrt.

PKW auf vereisten Straßen in Skandinavien

Gute 3.000 Kilometer auf Eis durch Schweden und Norwegen bis auf die Lofoten

Ab dem Vänernsee waren wir auf einer geschlossenen Schnee- und Eisdecke unterwegs und mussten uns schnell an die nordischen Bedingungen gewöhnen. Wir kamen trotz Eis gut und ohne jegliche Probleme voran und hatten eine Woche lang jeden Abend traumhafte Nordlichter, die wir bestaunen durften. Jeden Abend eine Übernachtung in einer Hütte auf dem Campingplatz, ein Gästezimmer oder ein günstiges Hotelzimmer zu finden, war auch im Februar nie schwierig.

Nordlichter über Leuchtturm und Meer

Nordlichter am kleinen Hafen von Hovsund auf den Lofoten

Nach dieser Reise war die Entscheidung dann auch endgültig gegen das Dachzelt gefallen, da es für uns in Verbindung mit dem Kombi zu wenig Platz und zu wenig Wetterschutz bot. Im Juni kauften wir dann die Wohnkabine und den Amarok. Damit waren wir bisher für ein paar Kurztrips unterwegs um alles ein wenig auszuprobieren. Kleinigkeiten anzupassen und einfach zu schauen, was wir für einen größeren Urlaub noch brauchen.


Ist die Begeisterung fürs mobile Reisen geblieben?

Zelten an der Trolltunga

Das Zelt nur 50 Meter von der Trolltunga entfernt

Wir sind meist einmal im Jahr für etwa drei Wochen unterwegs, dazu im Frühjahr und Herbst noch jeweils eine kürzere Reise und dann hin und wieder ein verlängertes Wochenende. Geändert hat sich mit der Wohnkabine nicht sehr viel. Wir bleiben auch jetzt selten mehr als eine Nacht am gleichen Ort, nur dass wir jetzt weniger auf Campingplätzen sind, sondern öfter mal frei stehen und die Ruhe genießen.


Was ist für Euch das Besondere am Campen als Reiseart?

Der besondere Reiz liegt für uns daran, dass wir uns nach niemandem richten müssen und spontan entscheiden können, was wir machen. Langschläfer waren wir noch nie, auch unsere Tochter ist eine richtige Frühaufsteherin. So können wir auch mal vor sechs Uhr frühstücken und müssen uns nicht an Frühstückszeiten im Hotel orientieren. Abfahrt früh um 8? Kein Problem, das schaffen wir öfter ohne jeglichen Stress ;-). Außerdem sind wir räumlich flexibel. Wir entscheiden uns meist nur für eine grobe Zielregion wo wir Urlaub machen wollen. Alles andere wird dann kurzfristig und entsprechend den Wetterprognosen entschieden. Auf der Landkarte haben wir für Norwegen derzeit über 100 Ziele markiert, die wir gern einmal anschauen oder besuchen wollen. Egal in welche Richtung wir dann abbiegen, irgendetwas liegt immer auf der Route.


Gibt es besondere Momente auf Euren Reisen?

PKW mit Dachzelt am See in Skandinavien

Die Mitternachtssonne gleich im Doppelpack

Besondere Momente an die wir uns erinnern gibt es nicht nur einen. Egal ob die Mitternachtssonne oder die Nordlichter, irgendetwas verkürzt die Nachtruhe nördlich des Polarkreises immer. Am nördlichsten Campingplatz Norwegens, oder Europas, oder der Welt (?) sollten wir mal einem Rentnerehepaar mit einem Handyproblem helfen – sie hatten die PIN vergessen – ja, wir sind etwas jünger als sie gewesen, aber doch keine Hacker.

Und in schwedisch Lappland sind wir mit drei Schweden ins Gespräch gekommen, da sie keinen Korkenzieher für ihre Weinflasche dabei hatten. Gut ausgestattet mit Taschenmesser war das für uns kein Problem. Im Gegenzug kamen sie dann mit einer Kostprobe Rentierfleisch und luden uns anschließend noch zum Abendessen in ihre Hütte ein. Da gab es dann neben noch mehr Rentier auch Giftlorcheln. Das sind giftige Pilze, die drei Mal gekocht werden müssen und dann wohl genießbar seien. Wir haben probiert und sind am nächsten Morgen dann auch ohne jegliche Beschwerden wieder aufgewacht.


Was sind Eure liebsten Hin-Fahr-Reiseziele?

Paar liegt auf der Trolltunga mit atemberaubendem Blick

Mit den letzten Sonnenstrahlen und ohne Anstehen auf der Trolltunga in Norwegen

Nachdem wir bis 2014 viel und fast jeden Urlaub in der Alpenregion unterwegs waren, zieht es uns seit 2015 meistens nach Skandinavien. Wenn man von den Hot Spots absieht, gibt es so gut wie keinen Trubel und selbst die Tiere kennen auf der Straße keinen Stress. Während die Rehe und Wildschweine bei uns urplötzlich und wild über die Straße rennen, stehen dort die Rentiere seelenruhig auf der Straße und vermitteln trotz der Gefahr eine große Ruhe.

Für 2019 haben wir schon eine Zielregion und auch die Fähre gebucht. Geplant ist eine Reise unter dem Motto „Fjord und Fjell“. Bisher sind wir durch Fjordnorwegen fast nur durchgefahren, das wollen wir nächstes Jahr ändern. So steht eine imaginäre Linie von Trondheim nach Östersund als nördlichster Punkt der Reise fest und je nach Wetterlage sind wir entweder mehr an den Fjorden oder im Fjell unterwegs. Sollte in Norwegen Dauerregen sein, „flüchten“ wir vielleicht wieder nach Schweden, damit hatten wir bereits mehrfach Glück. Die Fähre zurück buchen wir dann spontan. Wir wissen ja derzeit noch nicht von wo aus wir überhaupt zurück fahren.

Ansonsten haben wir noch einige weiße Flecke auf der Landkarte oder Ziele wohin wir unbedingt noch einmal hinwollen. Litauen, Lettland, Estland wollen wir definitiv noch einmal besuchen. Russland haben wir bei unserer Ostseeumrundung ausgelassen. Da wollen wir mal für länger als nur zwei, drei Tage hin, damit sich das Visum lohnt. Und Irland, Schottland, Frankreich sowie die Balkanregion wären dann auch noch auf der Liste für dreiwöchige Touren.


Warum habt Ihr Euch für Euer besonderes Campingfahrzeug die Wohnkabine entschieden?

Pickup und Wohnkabine in der Natur

Mit dem Pick-up unterwegs – bis zum Horizont – und dann weiter

Den Amarok als Basisfahrzeug und die Nordstar-Kabine haben wir seit Mitte des Jahres. Gut anderthalb Jahre haben wir immer Mal im Netz nach möglichen Fahrzeugen geschaut und in der gesamten Zeit vier Probefahrten unternommen. Im Pflichtenheft standen Allrad, Gesamtgewicht unter 3,5 Tonnen, möglichst unter 6 Meter Länge (das macht die Fähre günstiger) und eine Autarkie von mindestens drei Tagen. Probe gefahren sind wir einen Defender, zwei Ford Ranger mit Absetzkabinen und einen älteren Mitsubishi L200 mit Bimobil-Kabine.

Dann hatten wir schon länger den Amarok, der im Wohnkabinencenter angeboten wurde, auf der Beobachtungsliste. Eigentlich lag er etwas über unserem Preislimit und eine Wohnkabine war auch nicht direkt dabei. Dann gab es die Chance den Amarok mit einer gebrauchten Kabine zusammen zu erhalten und wir entschieden uns relativ schnell dafür.

Die Wohnkabine ist ideal

Pickup mit Wohnkabine auf einem Parkplatz im Wald

Ruhig schlafen, mitten im Wald. Die Spuren stammen nicht vom Pick-up, sonst wären sie tiefer 😉

Die „kleine“ 180er Kabine hat alles was wir brauchen: Kühlschrank, Wassertank, Heizung, Küche und eine Notfalltoilette. Geduscht wird entweder mit einem Schweizer Wassersack neben der Kabine oder es gibt die klassische Katzenwäsche mit dem Waschlappen.

Wir haben eigentlich drei Schlafplätze. Das (Doppel)-Bett im Alkoven mit 1,6 Meter Breite nutzen wir derzeit aber noch zu dritt, so dass wir die Sitzgruppe (noch nicht) umbauen müssen, was aber auch mit zwei Handgriffen erledigt wäre. Wenn es im großen Bett mal zu eng wird, schläft dann einer unten. Im Auto haben wir fünf vollwertige Sitzplätze.

An der Kabine haben wir bisher nur Kleinigkeiten verändert, zum Beispiel den Stauraum etwas optimiert in dem wir statt einer Kleiderstange nun Fächer haben. Ein Batteriecomputer wurde eingebaut und das Trennrelais gegen einen Ladebooster getauscht. Noch keine richtige Lösung haben wir für den Transport der Mountainbikes gefunden. Auf die Anhängerkupplung passen sie nicht, an die Rückseite der Kabine wollen wir sie nicht hängen und viel mehr Platz ist nicht. So kommen derzeit nur die Wanderstiefel mit. Aber das ist in Skandinavien eh meist sinnvoller, als Räder dabei zu haben.


Reisen mit Kleinkind – ist das ein Problem?

Frau und Kind auf einem Picknickplatz im Wald

Mittagsrast in Lappland

Unsere Tochter ist es von Geburt an gewohnt mit uns im Auto unterwegs zu sein. Von der Geburtsstation im Krankenhaus war es ja schon eine gute halbe Stunde mit dem Auto bis zu uns nach Hause. Dann waren wir auch relativ schnell längere Strecken unterwegs und sie hat zwei, drei Stunden gut durchgehalten. Meist ist sie eh nach spätestens fünf Kilometer eingeschlafen und schlummert dann.

Da wir mit ihr viel im Auto unterwegs sind haben wir nicht den günstigsten Kindersitz gekauft. Nach der Babyschale sitzt sie aktuell in einem Reboarder von BeSafe. Etwas anderes als Rückwärtsfahren kennt sie ja noch nicht und der Sitz ist auch etwas höher als ein „klassischer“ Kindersitz. Dadurch kann sie wunderbar zum Fenster hinausschauen. Seitdem verpassen wir kein Windrad mehr – jedes einzelne wird lautstark und mit kreisenden Armen angekündigt. Nach vorne sieht sie über einen kleinen Spiegel an der hinteren Kopfstütze, mit dem wir sie im Blick behalten können, auch recht gut. Wichtig ist natürlich auch ein guter Sound während der Fahrt. Auf tausenden von Kilometern bleibt der ein oder andere Ohrwurm da nicht aus – „Ein Mann, der sich Kolumbus nannt; wide-wide-witt, bum, bum…“. Und wenn dann noch der Charly Bär, der Hund und der Löwe mit auf oder neben ihrem Sitz sind, dann ist die Welt in bester Ordnung.

Auch das Essen war für uns alle nie ein großes Problem. Von den Zeiten her, haben wir uns eh immer nach ihr gerichtet. Meist sind wir nach dem Frühstück in aller Ruhe gestartet und sie hat bis zum Mittagessen geschlafen. Wenn es schnell gehen musste, gab es etwas aus dem Gläschen. Zum Erhitzen hatten wir einen kleinen Wechselrichter und einen kleinen Erwärmer dabei. Wenn der Hunger nicht sofort riesig groß war und mehr Zeit zum Kochen blieb, wurde der Pürierstab über den Wechselrichter betrieben, so dass wir selbst den Babybrei zubereiten konnten. Nach dem Mittag ist meist erstmal Zeit zum Spielen. Egal ob auf der Picknickdecke oder anderswo. Zeit und Platz zum Welt erkunden findet sich immer und überall. Nachmittags noch ein, zwei Stunden bis zum nächsten Stellplatz fahren und dann geht es langsam an die Abendvorbereitung. Beim Essen sitzt sie dann immer bei uns am Campingtisch. Damit sie auf unsere Höhe kommt, hatten wir einen Kinderstuhl – eigentlich eine Stuhlerhöhung – dabei. Und das Ganze stand dann auf unserer Kühlbox, das hatte die perfekte Höhe und einen sicheren Stand.

Insgesamt hat sich mit Kind zwar alles ein klein wenig geändert und „entschleunigt“, aber es hat nicht unser Reiseverhalten komplett geändert. Klar, Gewaltetappen von über 1000 Kilometern am Stücken gehen jetzt nicht mehr und wir machen häufiger Pause. Aber ein Problem ist das nun wirklich nicht. Und im nächsten Jahr wollen wir die lange Anfahrt zur Fähre nach Hirtshals auf die Nacht legen. Da sollte ein Großteil der Strecke machbar sein solange sie schläft.


Wo kann man mehr über Euch erfahren?

Camping mit Pickup und Kind

Pick-up Camper auf Facebook

Wir haben unter dem Namen “Pick-up Camper unterwegs” eine kleine Seite auf Facebook. Dort versuchen wir ein paar schöne Bilder zu zeigen, von Reise zu berichten und hin und wieder einen nützlichen Tipp zu posten.  Ein Blog ist derzeit in Planung und wird vermutlich im Winter online gehen. Wann und wo genau? Das erfährst du als erstes auf unserer Facebookseite ;-).


Unterwegs als Camper mit Kind im Pick-up und Wohnkabine #Reisemobil #CampingurlaubSchaut doch mal bei Isabel & Sebastian rein

Fotos

Alle Fotos mit freundlicher Genehmigung von @pickupcamperunterwegs


Danke Isabel und Sebastian für das tolle Interview und die wunderschönen Fotos.


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