Camper sind ganz besondere Menschen, die viel zu berichten haben. Alle sind verschieden. Es gibt unendlich viele Lebensentwürfe, Wohnmobile und Reiseziele. In Teil 4 meiner Porträtserie stelle ich Euch die Kastenwagenfahrer Karin und Sascha vor, die unter dem Namen Road of Life in einem Weinsberg-Kastenwagen unterwegs sind.

Kastenwagen und Meer

Anhalten an den schönsten Stellen

Karin und Sascha berichten

Die Kastenwagen-Besatzung hinter Road of Life habe ich ebenfalls auf Instagram getroffen. Sie haben ganz wunderbare Fotos im Portfolio. Inzwischen sind wir regelmäßig miteinander im Austausch.


Wer steckt im Kasten

Glückliche Kastenwagenfahrer

Karin & Sascha sind begeistert von der Freiheit, die ihnen ihr Camper ermöglicht

Wir, das sind Karin & Sascha – beide Jahrgang 1974, haben uns in Leverkusen kennen und lieben gelernt. Dort sind wir beide bis heute geblieben. Am 09.09.1999 haben wir geheiratet und mittlerweile zwei wunderschöne Töchter, die 17 und 18 Jahre alt sind. Karin ist gelernte Bürokauffrau und wird gegen Ende des Jahres aus diesem Hamsterrad endlich aussteigen können. Ich habe Chemikant gelernt und übe diesen Beruf inzwischen seit 23 Jahren aus.

Nachdem wir mit der Erziehung der Kinder und der Einstellung, schaffe, schaffe, Häusle bauen, eigentlich nur funktioniert haben, fanden wir durch die zunehmende Selbstständigkeit unserer Töchter, endlich wieder Zeit für uns und unsere Umwelt. Unser Lebenskonzept ist dabei aber in seinen Grundsätzen geblieben. Wir sind sehr umweltbewusst und versuchen immer noch die Welt zu retten. Auch leben wir seit zwei Jahren vegan, was sehr zu unserem Lebenswandel beigetragen hat. Die Einstellung das Hamsterrad immer in Schwung zu halten, wich langsam aber stetig der neuen Einstellung, die wir mit vier englischen Worten gerne auf den Punkt bringen.

ONE LIFE.
LIVE IT!

Unser Campingfahrzeug

Kastenwagen parkt im Schatten und hat alle Fenster auf

Auch im Süden lässt es sich gut aushalten

Im September 2016 haben wir den Kastenwagen von Weinsberg Carabus MQH 601 bestellt, der Ende Mai 2017 geliefert wurde. Diese fahrende 2-Zimmer-Wohnung, soll uns in das freie Vanlife begleiten. Die Kinder verpassten ihm den Namen „Hightower“, weil er so hoch ist und sie gerade die Police Academy Reihe gesehen hatten. Er hat die Maße 5,99 m lang, 2,05 m breit, 3,20 m hoch und die fahrbereite Masse von 3.500 kg, wobei das Leergewicht mit 2.960 kg angegeben ist.

Wir haben unserem Wohnmobil jede Menge zusätzliche Ausstattung verpasst, die uns das dauerhafte Leben in diesem Van ermöglichen soll:

  • Solaranlage mit zur Zeit 330 Watt
  • Zwei Aufbaubatterien a 90 Ah
  • Wechselrichter mit 2.000 Watt Dauerleistung
  • SOG Abluft-Anlage, damit wir keine Chemie mehr benutzen müssen und auf dem engen Raum der Toilettengang des einen nicht für den k.o. des anderen sorgt. Ein weiterer Vorteil ist das viel unkompliziertere Entsorgen der Toilette.
  • LPG-Gastankflasche plus eine normale Alugasflasche als Reserve
  • Radio mit Apple CarPlay und Rückfahrtkamera
  • Alle Innenraumlampen energieoptimiert und auf LED umgebaut
  • Vorhänge am Heckbett, am Bett im Dach und zum Fahrerhaus, obwohl wir da auch Remis haben. Beim Freistehen in der Stadt sind die Vorhänge zum Fahrerhaus aber ein entscheidender Vorteil zu den dann offensichtlichen Remis.
  • Jede Menge Haken für Handtücher etc.
  • 10 m Wäscheleine, die wir verbauen konnten, ohne dass sie stört

Irgendwann sind wir fertig ausgestattet und dann machen wir eine komplette Roomtour, die dann bei YouTube und auf unserem Blog www.road-of-life.de zu finden ist.


Wie seid Ihr zum Campen gekommen?

2003 sind wir mit unseren zwei und drei Jahre alten Mäusen nach Mallorca geflogen und haben 14 Tage in Alcudia verbracht. Das Hotel, wir hatten es Last Minute gebucht, war sehr schön und mit vier Sternen schon etwas gehobener. Die festen Essenszeiten waren zwar ganz schön, aber wenn wir Ausflüge geplant haben, doch eher hinderlich. Wenn wir den Tag im Hotel verbracht haben und nach dem Frühstück zum Pool gingen, waren meist alle Liegen mit Handtüchern belegt, aber nur eine Hand voll Urlauber am Pool. Tag ein Tag aus das gleiche Spiel, morgens, sobald die Türen zum Innenhof geöffnet wurden, stürmten die ersten Urlauber mit Handtüchern zu den Liegen, um diese zu reservieren und gingen dann wieder ins Hotel. Das würde uns einfallen, im Urlaub den Wecker zu stellen, um Liegen zu reservieren.

Vorzelt vor dem Wohnwagen auf einem Campingplatz

Unterwegs mit einem großen Wohnwagen, den sich die Familie von den Eltern auslieh

So kam es, das wir uns nach alternativen Formen des Reisens umgesehen haben und plötzlich kam Camping ins Gespräch. Nach dem Sammeln von Pro und Kontra’s wurde für das nächste Jahr ziemlich blauäugig ein Wohnwagen für knapp tausend Euro ersteigert. Auch wenn dieser im Nachhinein der absolute Schrotthaufen war, war es mit Abstand der schönste Urlaub, den wir bis dato mit unseren Kleinkindern erlebt hatten.

Es gibt so einen Spruch unter Campern. „Entweder man liebt es oder man hasst es.“ Und wir haben es direkt geliebt.

Getreu nach dem Motto, „Einmal Camper, immer Camper“, machten wir von nun an nur noch als Camper Urlaub.

Natürlich gab es einige Ausnahmen, in Richtung USA-Reise hatten wir keine andere Wahl. Aber sonst blieb es beim Camping, selbst als wir keinen Wohnwagen mehr hatten, weil dieser definitiv im Eimer war und das Geld für eine Neuanschaffung, noch nicht zusammen gespart war.

Tunnelzelt auf dem Campingplatz

Lange Jahre ging es mit dem Zelt nach Spanien

Dann halt in einem Tunnelzelt. Allerdings bestand ich dann darauf als Reiseziel Spanien zu nehmen, weil ich dieses klamme nasse Gefühl, welches ich noch von der Ferienfreizeit in Holland aus meiner Jugend in Erinnerung hatte, nie wieder erleben wollte. Auch diesen ersten Urlaub mit dem Zelt, empfanden wir als einen der TOP 10 schönsten Urlaube unseres Lebens. Diese gedankliche Liste der schönsten Urlaube ständig zu erneuern, ist inzwischen unser großes Ziel geworden.


Und, ist die Begeisterung für das mobile Reisen geblieben?

Definitiv ja. Während wir in den beiden Jahren mit dem Zelt, nur in den Sommerurlaub gefahren sind, haben wir mit dem Wohnwagen, der auf das Zelt folgte, Oster-, Sommer-, Herbst- und Winterurlaube genossen und zwar Jahr für Jahr. Wahrscheinlich wäre es noch ein paar Jahre so weiter gegangen.

der Wohnwagen vor dem Kastenwagen

Der erste eigene Wohnwagen wurde wegen Mängeln in einen neuen umgetauscht

Allerdings wollten wir auch mal den Sommer woanders verbringen und nicht am gleichen Campingplatz, wie die sechs Jahre zuvor. Unsere Bekannten dort haben von unseren Plänen gehört und kurzerhand unsere  Kinder für das nächste Jahr einfach eingeladen. „Wenn Eure Eltern nicht wollen, dann kommt doch ohne sie, hier ist genug Platz!“ Unsere Kinder sagten uns dann fest entschlossen, dass sie, wenn wir das Reiseziel Spanien nicht mehr anfahren wollten, auch gerne alleine dorthin reisen würden.

Diese Situation, unsere vegane Ernährung und unserer Wandel im Leben, führten dazu, dass wir immer mehr die Freiheit sahen, die wir mit dem mobilen Reisen ausleben können. Und letztlich kamen wir zu der Überzeugung, das Ganze am besten mit einem Wohnmobil zu erleben.


Was ist für Euch das Besondere an dieser Reiseart?

Karin und Sascha sind als Road of Life unterwegs

Kurztrip nach Berlin

Für uns bedeutet Campen und Reisen mit dem Wohnmobil die größtmögliche Freiheit. Es sind nun auch spontane kleine Fluchten aus dem Alltag möglich. Wir können völlig frei unterwegs sein und sind von nichts und niemandem abhängig. Wir stehen fast ausschließlich frei und können dadurch sehr viele Kurztrips unternehmen, beispielsweise ein Musical in Hamburg besuchen oder Ähnliches. Zukünftig heißt es dann nicht wieder hin fahren, Musical anschauen und abends oder in der Nacht zurück hetzen. Wir haben uns immer das Hotel gespart, da wir schon länger für vier Personen zwei Zimmer buchen müssten, aber die Kosten dann dafür in keiner Relation zu den Eintrittspreisen stehen würden.

Flexibel mit dem Wohnmobil

Wir werden demnächst gemütlich hinfahren, das Musical besuchen, abends schön essen gehen, in unserem Wohnmobil schlafen und am nächsten Tag nach einem wunderschönen Frühstück in Ruhe zurückfahren, ohne irgendwem horrende Preise für eine Unterkunft zu bezahlen, die meist nicht einmal unseren Erwartungen entspricht. Und das ist nur ein Beispiel. Weitere wären Städtetouren, wenn man mal zwei bis drei Tage in Städte fährt, um diese zu besichtigen, oder für einen der Shoppingexzesse meiner Mädels. Und ein Hotel für zwei Nächte buchen, wofür? Wir wollen doch nur die Stadt besichtigen.

Familie und Kastenwagen auf dem Campingplatz

Die Familie bei der Jungfernfahrt nach Holland

Urlaub ist auch so ein Beispiel. Die Urlaube, egal ob mit Zelt, Wohnwagen oder Wohnmobil, waren mit Abstand die schönsten unseres Lebens. Und nicht zu vergleichen mit den Hotelurlauben, die auch letztendlich in Ordnung waren, unserer Vorstellung von Urlaub aber nicht entsprechen.

Man verändert sich, die Lebensumstände verändern sich und man reist in jeder mobilen Unterkunft anders. Wir sehen es eher so, dass jede Zeit und jeder Lebensumstand die mobile Unterkunft bestimmt hat. Und nun ist für uns die Zeit gekommen, mit dem Wohnmobil zu reisen. Und auch da haben wir lange überlegt, ob es ein Integrierter, Teilintegrierter oder Kastenwagen wird. Unsere Entscheidung für die nächste längere Lebensphase fiel auf einen Kastenwagen.


An welches Erlebnis auf Reisen erinnert Ihr Euch am Liebsten?

Die besonderen Momente sind praktisch unendlich, weil jeder Ausflug, jeder Urlaub und jede Reise mit dem Campingfahrzeug zu einer Kette von besonderen Erlebnissen wird. Es fällt schwer einen besonders hervorzuheben.

Eine Sache sticht dann aber doch hervor und zwar der erste ersteigerte Wohnwagen. Dieser ist uns mit einer geschweißten V-Deichsel verkauft worden, was wir aufgrund unserer Ahnungslosigkeit nicht bemerkt hatten. Und während der Heimfahrt vom zweiten Urlaub ist der Aufbau vorne auf der gesamten Breite etwa einen bis zwei Zentimeter von der Bodenplatte abgerissen, so dass der Regen während der Fahrt ungehindert eindringen konnte. Bei einer Pause wunderten wir uns, dass aus der vorderen Sitzbank ein wenig Wasser kam. Und so schauten wir nach und sahen einen Totalschaden.

Der erste Caravan der Kastenwager von Road of Life

Der erste Wohnwagen wurde bei EBay ersteigert, als Test, ob der Familie Camping überhaupt zusagt

Das war aber noch nicht die Katastrophe. Denn die sollte sich offenbaren, als wir der Ursache auf den Grund gingen und unter den Wohnwagen schauten. Dort sahen wir, dass die Wohnwagendeichsel beidseitig an einer Schweißnaht, die – wie ich jetzt weiß – nicht sein durfte, zur Hälfte eingerissen war. Von da an ging es mit Warnblinklichtern und 60 Kilometern in der Stunde auf der Autobahn nach Hause, immer wieder mit Pausen und Kontrollieren. Zu Hause hielten dann je Seite etwa drei Zentimeter den Wagen noch zusammen. Ja das war ein Erlebnis, dass wir so nicht noch einmal erleben möchten. Der Wohnwagen ist übrigens dann noch für 200 Euro zu einem Mann aus der Gegend gewandert, der ihn für seinen Hausbau als Übernachtungsmöglichkeit nutzen wollte.


Was sind Eure Lieblings-Hin-Fahr-Reiseziele?

Bisher war Spanien im Sommer immer unser Reiseland der ersten Wahl und dort können wir jedem Campingeinsteiger unseren ersten Campingplatz empfehlen, den wir damals angesteuert haben und der uns sechs Jahre lang in seinen Bann gezogen hat. Das ist La Ballena Alegre, mit Pools, täglicher Animation für groß und klein und Abendprogramm, praktisch wie im Hotel. Das Ganze direkt am Meer, nur 1.300 Kilometer von uns entfernt und wahnsinnig schön. Er ist nicht ganz preiswert. Aber damals wollten wir mit dem Zelt kein Risiko eingehen, nach dem Motto – wenn schon Zelt, dann wenigstens Luxusplatz. Der Platz ist der absolute Knaller und Ihr werdet feststellen, dass dort viele Camper sind, die seit mehr als zehn Jahren dorthin fahren. Auch wenn die Preise recht hoch sind, ist er Jahr für Jahr ausgebucht.

Kastenwagen Weinsberg Carabus auf dem Campingplatz

„Das ist unser Traum“, beschreiben Karin und Sascha. Der Kastenwagen mit dem Namen Hightower

Aber die Welt ist groß und wir viel zu klein. Die erste große Fahrt mit dem Wohnmobil ging also nach Portugal an die Algarve. Dort habe ich mich persönlich verliebt und weiß, dass wir irgendwann in einer nicht so weit entfernten Zukunft, die Winter dort verbringen werden. Es ist ein absoluter Traum dort frei zu stehen.

Dieses Jahr steht Griechenland auf dem Urlaubsplan und auch hier überlassen wir alles dem Zufall, wie schon in Portugal. Ein grober Plan reicht, der Rest ergibt sich aus dem Leben, dem Land und den Leuten, die man unterwegs kennen lernt.

Wohnmobile parken nebeneinander

Sascha und Karin am Hoek van Holland

Unbedingt möchten wir aber noch die Nordlichter sehen, die Videos sind schön, aber alle sagen, es sei nichts im Vergleich dazu, es mit eigenen Augen zu sehen. Ach ja, Polen mit der masurischen Seenplatte, Ungarn und der Balaton oder die ganzen Hauptstädte der europäischen Länder, Oh Mann, uns fällt immer mehr ein, so viele Ziele, die wir noch sehen möchten. Das würde hier jetzt den Rahmen sprengen.


Warum habt Ihr Euch für den Weinsberg entschieden?

Das Auto haben wir nun ein Jahr. Und es war eher ein Zufall, wie wir auf dem Caravan Salon Düsseldorf zu unserem Hightower gekommen sind. Also ja eher Karin. Ich war nämlich so etwas von genervt, ich hatte Rückenschmerzen, meine Füße taten weh, ich wollte nur noch nach Hause. Aber Karin wollte praktisch und theoretisch in alle Exponate möglichst dreimal rein. Von daher fing ich schon vorher an zu quengeln, dass ich keinen Bedarf mehr hatte. Und eigentlich waren wir schon auf dem Weg nach draußen, aber nur eigentlich.

Badezimmer im Kastenwagen

Das Bad ist sehr praktisch

Dann hüpfte sie voller Freude in den Weinsberg und rief total entzückt: „Schatz komm doch mal hier rein. Der ist total anders.“ Ich versuchte sie auf den Plan aufmerksam zu machen, diese Messe durch den Ausgang Ost am Ende der Halle zu verlassen. Und ein Kastenwagen kam für mich zu diesem Zeitpunkt gar nicht in Frage, weil wir fast alle besichtigt hatten und es keinen gab, der vier Personen einen ausreichenden Schlafplatz bot und gleichzeitig in unser Budget gepasst hätte, geschweige denn, ich ordentlich darin stehen konnte mit meinen 1,86 Metern. Natürlich gab es den einen oder anderen, aber man konnte nie die Dinette weiter benutzten, wenn zwei oben schlafen gehen wollten. “Doch komm bitte, der ist wirklich total anders.“ Was tut man(n) nicht aus Liebe. Ich gab nach, setzte mich seufzend auf den Beifahrersitz, der zur Dinette gedreht war. Und genau in diesem Moment zog ein anderer Mann, der sich schon im Mobil befunden hatte, das obere Bett hinunter.

In genau diesem Moment, traf es mich wie ein Blitz.

Ich konnte mich ganz normal sitzend mit meiner Frau unterhalten, ohne den Kopf einzuziehen. Ich erkannte für uns, in diesem Augenblick eines Wimpernschlag, das ist es bzw. er. Das wird unser Weg in eine Freiheit, wie wir sie schon seit einiger Zeit als Träume in unseren Vorstellungen hatten.

Blick aus dem Seitenfenster der Dinette aufs Meer

Blick aufs Meer inklusive

Selbst Karin war total überrascht, als ich plötzlich, völlig aus dem Zusammenhang gerissen, sagte: “Das ist er, Schatz.“ Wie ich es meinte, wollte sie wissen. So wie ich es sage, das ist unser Wagen. Da wir nichts aus dem Bauch heraus entscheiden, ließen wir uns erstmal ausrechnen, was denn unser Traum kosten würde. Bis zum Ende dieses Tages blieben wir auf der Messe. Einen weiteren Tag, ein Glück, ich hatte Freiwoche, gingen wir wieder auf die Messe, nachdem wir uns im Internet dumm und dusselig gesucht und die halbe Nacht um die Ohren geschlagen hatten. Wir besuchten ähnlich Modelle, die unsere Recherchen nun ergeben hatte, aber nur eines, das von Pössl für knapp zehntausend Euro mehr, bot das Gleiche wie der gefundene Weinsberg. Sind wir verrückt, fragten wir uns, wir haben einen nagelneuen Wohnwagen, das kann nicht sein. Auch an diesem Tag entschieden wir uns nicht. Wir besorgten uns wieder für den nächsten und übernächsten Tag Karten. Am dritten Tag auf der Messe ist dann unsere innere Entscheidung für den Kastenwagen von Weinsberg gefallen.

Kastenwagen von Innen

Die Ausstattung und der Grundriss haben überzeugt

Manchmal muss man Dinge tun, die einen glücklich machen, und nicht nur Dinge, die vernünftig sind.

Das wäre die erste eher unvernünftige Entscheidung seit Jahren und wir waren bereit diese zu treffen, wenn …. , ja, wenn der Preis stimmt.

Zähe Verhandlungen für das Traummobil

Also am vierten und letzten Tag der Messe hin und verhandelt. Bis in den Feierabend des Händlers handelten wir um die Ausstattung, die wir uns ausgesucht hatten. Und ich muss sagen, meine wunderschöne, liebe, absolut fantastische Frau, handelte KNALLHART, als wenn es kein morgen gäbe. Selten bin ich mit dem Bauchgefühl eines Sieges aus solchen Verhandlungen herausgekommen. Aber diesmal schon. Obwohl der Händler immer noch Gewinn machte, aber jetzt 2.000 Euro weniger, als der Rabatt, den er schon gewährt hatte. Denn die Lackierung wollten wir auf gar keinen Fall in weiß, und für 2.000 Euro Zubehör streichen schon mal gar nicht. Wie oft kauft man denn schon ein Wohnmobil. Das Erstellen des Beitrags dazu auf unserem Blog, hat mir das Verkaufsgespräch wieder vor Augen geführt und wie stolz ich auf die Hartnäckigkeit meine Frau bin.

Im Januar kam dann die neue Zeitschrift CamperVans mit einem Artikel über unser Modell von Weinsberg auf den Markt und dort wurde genau das beschrieben, was ich damals auf der Messe in einem Wimpernschlag erkannte. Das Konzept mit zwei getrennten Schlafbereichen, die wirklich zwei Privatsphären ermöglichen.

Zweiraumwohnung gesucht? Zweiraumwohnung gefunden.

Geplant ist der Wagen für Karin und mich und zur Not halt auch zu viert. Allerdings ohne auf Komfort unterwegs zu verzichten.

Blick aus den Hecktüren des Kastenwagen

Ein echter Lieblingsplatz. Der Blick beim Kurztrip auf den Fühlinger See.

Wenn wir also hauptsächlich zu zweit unterwegs sind, ist oben unser Schlaf“zimmer“ und hinten unser Wohn“zimmer“ mit dem schönen Loungebereich. In der Mitte finden wir das Bad und die Küche und anschließend kommt das Ess“zimmer“. Das Abends mit einer schönen Dokumentation oder ähnlichem auch zum Kino umfunktioniert werden kann.

Und zu viert verzichten wir lediglich auf den Loungebereich und haben für die Kinder genügend Platz zum schlafen, ohne ständig den Essbereich umbauen zu müssen. Jeder kann sich auch mal zurückziehen und dadurch wird es auch auf so engem Raum ein erholsamer Urlaub.

Familie beim Campen im Kastenwagen

Unterwegs in Portugal

Da wir vor haben, in dem Fahrzeug Vollzeit zu leben, wird Hightower uns hoffentlich für eine sehr, sehr lange Zeit begleiten.


Was macht roadoflife auf Instagram, der Homepage und anderen Medien?

Mit dem Gedanken Vollzeit in unserem Hightower durch Europa und die Welt zu reisen, kam auch der Gedanke das Ganze irgendwo niederzuschreiben und für unsere Familie, Freunde und anderen Interessierte nachvollziehbar verfügbar zu machen. So wurde die Idee geboren, es über einen Blog zu versuchen und die ersten Tests sind ganz vielversprechend geworden.

Fotos Kastenwagen Weinsberg

Road of Life auf Instagram

Bei Instagram sah Karin die Möglichkeit mit den Bildern, die sie sowieso die ganze Zeit macht, anderen eben dieses Lebensgefühl, das wir dabei verspüren, näher zu bringen. Und auf  YouTube möchten wir die Reiseerlebnisse in Videos gestalten und einfach für alle nachhaltig zur Verfügung stellen. Aber auch selber Tipps geben, bei der Ausstattung, bei den Reisen, beim Freistehen und vielem mehr.

Auf den Namen Road of Life sind wir gekommen, weil die Straße des Lebens nicht immer geradeaus verläuft, man kann mal in einer Sackgasse landen und mal in einer wunderschönen Situation. So ist das Leben. Und so ist auch die Reise mit dem Wohnmobil, mal fährt man tatsächlich aus Versehen in eine Sackgasse und mal findet man einen wunderschönen Platz in der Natur.


Schaut doch mal bei Karin & Sascha rein

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Fotos

Alle Fotos mit freundlicher Genehmigung von @roadoflife.de


Danke lieber Sascha für das tolle Interview und die Einblicke in Euer Leben und Euren Kastenwagen.


Camper im Porträt

Teil 1: Anke im Globe

Teil 2: Katja im Pössl Roadcamp R

Teil 3: Steffi und Manu mit Maya im Pössl 2Win


Die Kastenwagenfahrer Karin und Sascha berichten warum sie einen Weinsberg Carabus fahren, warum das Fahrzeug ideal ist für Familien und was sie unterwegs erleben #Kastenwagen #Camperporträt #Camping #Wohnmobil #FamilieWenn Euch dieser Beitrag gefallen hat, dann pinnt ihn doch auf Pinterest.

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