Hin-Fahren

wo es schön ist

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Kasten mit Inhalt: Katja fährt im Pössl

Dies ist der zweite Teil meiner Porträtserie über ganz besondere Reisende, in der ich die Fahrer von Kastenwagen und ihre Fahrzeuge vorstelle. Katja vom Wohnmobil-Reiseblog Hin-Fahren (also ich) fährt einen Pössl Roadcamp und das mit Überzeugung. Hier berichte ich warum und wie ich zum Campen gekommen bin und warum wir uns für den PÖSSL entschieden haben.

Kastenwagen parkt mit Aussicht

Vorteil Wendigkeit: Mit dem Pössl ganz oben bei einer kleinen Wallfahrtskirche in Portugal

Camperin Katja über das Reisen und ihren Pössl Roadcamp

Mich interessieren die Menschen, was sie zu berichten haben, ihre Lebensentwürfe, Reiseziele und warum sie sich für ihr Haus auf vier Rädern entschieden haben. Auf Instagram habe ich Anke von unterwegs.im.globe kennengelernt. Ich fand sie so spannend, dass ich sie spontan gefragt habe, ob sie Lust auf ein Interview hat. Das Ergebnis ist hier auf www.hin-fahren.de und auf ihrem Blog zu lesen. Dann hat sie den Spieß umgedreht und ich war dran. Was für mich als Journalistin sehr ungewöhnlich ist, denn wir berichten ja eigentlich immer nur über andere. Der Beitrag auf ihrem Blog ist sehr schön geworden, finde ich.


Wer steckt im Kasten?

Hallo ich bin Katja, wohne in der schönen Pfalz und arbeite nach einem Archäologiestudium im PR-Bereich und zusätzlich als freie Journalistin mit Schwerpunkt Wirtschaft, Kirche und Soziales. Ich bin verheiratet und habe einen 20-jährigen Sohn.

Das Reisen ist für mich weit mehr als Hobby, ich würde es eher als Lebensphilosophie beschreiben.

Fahrzeug

  • Pössl Roadcamp R auf Citroen Jumper
  • 3 Liter Hubraum, 180 PS
  • Länge 541 cm, Breite 205 cm, Höhe 270 cm
  • Maxi-Fahrwerk, Masse fahrbereit irgendwo unter 3000 kg, zugelassen 3500 kg
  • 4 Sitzplätze, 2 Schlafplätze (Bett im Heck), Raumbad
  • Zusatzausstattung: Nebelscheinwerfer vorne und hinten, zusätzliche Standheizung für das Fahrzeug, Rückfahrkamera, Alarmanlage, Navi, Spurhalteassistent (unnötig), ESP, Solar, zweite Batterie Aufbau, Safe, Schaffellbezüge für Vordersitze, Froli und neue Matratze, Lautsprecher zusätzlich im Wohnraum, Teppich im Wohnraum, Zusatzsteckdosen

Wie bist Du zum Campen gekommen?

Camping am Meer

Oft wurde der Campingtisch direkt am Meer aufgebaut

Ich glaube der Start meiner „Camping-Karriere“ war mit fünf Jahren. Gemeinsam mit meinen Eltern und meiner Schwester begaben wir uns mit Zelt auf große Frankreichtour. Jedes Jahr wurde das Familienauto bis unters Dach voll gepackt und dann ging es los – nach Frankreich, Griechenland, Jugoslawien, Irland, Schottland, Schweden oder Norwegen. Ich habe als Kind bereits in steinzeitlichen Gräbern gespielt (diese Faszination hat mich bis heute nicht los gelassen), in der Bora (Megasturm) in Jugoslawien das Zelt abgebaut und in den Sanitärs übernachtet, vom Campingplatz in Norwegen aus Wale beobachtet und für Nachbarn in Frankreich bei starkem Regen Abzugsgräben gebuddelt, damit sie mit ihrem Baby ein einigermaßen trockenes Zelt für die Nacht hatten.


Und, ist die Begeisterung für das mobile Reisen geblieben?

Blick durch die Frontscheibe des Campers auf die Straße

Das Abenteuer wartet hinter jeder Ecke. Überall gibt es schöne Dinge und tolle Landschaft zu entdecken (hier in Schottland)

Auf jeden Fall. Wir sind so oft wie möglich unterwegs. Allerdings nicht mehr mit dem Zelt. Mit meinem Mann Matthias hat sich das grundlegend geändert, der war nämlich mit einem alten VW T2 durch die algerische Wüste gefahren und meinte „gezeltet wird nicht“. Also machten wir unsere erste gemeinsame Tour mit einem babyhellblauen VW-Bus mit Rostlöchern und einem Käfer-Motor. Es ging nach Südfrankreich und Nordspanien, das war glaube ich vor etwa 25/27 Jahren. Der Einbau war eine Klappbank und eine große Holzkiste für die Materialien, dazu ein Gaskocher und ein Wasserkanister: Wohnmobilausbau fertig. Es war genial, neben den tollen Kirchen und Orten fanden wir viele schöne freie Übernachtungsplätze – auch am Strand. Zwischendurch mussten die Bremsen gewechselt werden und am Berg überholten uns die Laster auf der rechten Spur. Aber das gehörte einfach dazu.

Es folgte ein weiterer hellblauer T2, mit dem wir in Schottland waren. Bei dem brauchten wir immer eine Pappe zum unterlegen, da er Motor tropfte und in den Highlands fanden die Midges (winzige Stechmücken, die in riesigen Schwärmen auftreten) wirklich jedes kleine Loch im Blech und überfielen uns.

Besonderes Wohnmobil: Geschmückter VW T2

Der T2 machte unterwegs und als Hochzeitsauto eine gute Figur

Ganz tolle Touren haben wir dann mit unserem dritten T2 gemacht, der war dunkelblau und mit gelben Europasternen verziert. Natürlich waren wir auch mit diesem Bus an der französischen und spanischen Atlantikküste. Unser Lieblingsstückwar dann auch unser Hochzeitsauto. Er bekam Blumenschmuck im Ersatzrad vorne und eine große weiße Schleife hinten und alle Gäste mussten hinterher fahren.

Zur Hochzeit bekamen wir etwas Geld geschenkt und kauften uns davon unseren damals zehnjährigen T3 in dunkelrot mit Klappdach, der von einem Afrikafahrer ausgebaut worden war. Mit seinem Turbomotor konnten endlich wir mal die LKWs hinter uns lassen. Auch die Möglichkeit drinnen aufrecht zu stehen und der kleine Kühlschrank, waren echter Luxus.

Busvorzelt

Unser Bus mit Vorzelt

Ein Jahr später kam unser Sohn mit ins Reiseteam. Seine erste Fahrt war mit vier Monaten in die Provence. Er ist praktisch „im Wohnmobil“ aufgewachsen und ist inzwischen selbst mit Auto und Zelt unterwegs (dabei hat er schon Reiseziele besucht, die ich nicht kenne). Langsam änderten sich unsere Reisegewohnheiten. Kinderwagen, Klapphochstuhl, Reisebett und Vorzelt kamen dazu. Die anderen Camper wunderten sich immer, was alles in unserem „kleinen Fahrzeug“ Platz hatte.

Ich finde immer noch, Luxus und was man braucht und nicht braucht ist eine Frage der Betrachtung. Wir nahmen andere Reiseziele ins Visier (zum Beispiel Italien, Griechenland, Andalusien und Portugal) und wählten auch immer öfter Campingplätze zum Übernachten mit aus. Denn in zwei, drei oder vier Wochen Urlaub wollten wir so viel sehen wie möglich. Unsere Zeit unterwegs, war uns irgendwann zu kostbar, um sie fürs Suchen nach idealen Plätzen zu verwenden. Außerdem respektieren wir Verbote und lesen dafür auch das „Kleingedruckte“ auf Aushängen oder Tafeln.


Was ist für Dich das Besondere an dieser Reiseart?

Stehende Steine Vorne, im Hintergrund der Kastenwagen

Intensive Erlebnisse beim Reisen: Kastenwagen an den Standing Stones of Stennes

Heute haben wir einen guten Mix aus frei übernachten, Stell- und Campingplätzen.Wir haben beim Reisen wie eine Schnecke unser Zuhause immer mit dabei. Wir können so lange Fahren wie wir Lust haben und einfach anhalten, wenn wir müde sind. Also können wir auch abends in den Urlaub starten und so weit fahren, wie wir kommen oder bei unserer Tour den Tag zum Besichtigen nutzen, ohne auf die Uhr gucken zu müssen, weil wir an einen „Ursprungsort“ zurück müssen. Oder wir entscheiden, einfach mal ein oder zwei Tage irgendwo stehen zu bleiben. Länger schaffen wir es aber in der Regel nicht, das Fernweh und die Vorfreude auf das, was uns hinter der nächsten Ecke erwartet, sind einfach zu groß.

Der Weg ist das Ziel. Wir sind „Nomaden“, uns zieht es immer weiter.

Kastenwagen auf dem Parkplatz am El Torcal

Schön hier: El Torcal in Andalusien

Bei unserer Art zu Reisen, kommen wir dem Land und der Bevölkerung ganz nah, wir können ein Land, fühlen, riechen und schmecken. Und wir erleben auch als Paar (und vorher Familie) eine sehr intensive Zeit zusammen. Wir können an den schönsten Stellen Europas den Sonnenuntergang und Sonnenaufgang genießen. Und ganz besonders wichtig, Frühstücken mit immer wieder neuen wunderbaren Ausblick. Ich könnte hier noch stundenlang weiter schreiben ;-). Nicht umsonst habe ich meinen Blog „Hin-Fahren – wo es schön ist“ genannt.


An welches Erlebnis auf Euren Reisen erinnerst Du Dich am Liebsten?

Pössl Kastenwagen steht direkt am Meer

Wir lieben es: Direkt am Meer stehen

Die Auswahl fällt schwer. Die durchgequatschte Nacht beim Freistehen unterhalb der Burg von Loarre mit einem anderen VW-Bus-Fahrer, der die gleiche Stelle als Übernachtungsplatz ausgewählt hatte, fällt mir ein, und auch der improvisierte Gottesdienst, zu dem uns eine Gruppe Pilger beim Kirchlein von Eunate (Nordspanien) eingeladen hat. Sie schliefen auf ihren Luftmatratzen innerhalb der Kircheneinfriedung und wir im Bus auf dem Parkplatz davor. Dann war da ein Pärchen in einem wirklich, wirklich alten Bus (noch gebrauchter als unserer). Wir haben sie an einem Atlantikstrand im Nirgendwo getroffen, etwa 3.000 Kilometer von zu Hause weg. Sie waren pleite und wollten schon die Reise abbrechen. Wir haben ihnen spontan mit ein wenig Geld ausgeholfen. Es war schön, als zwei Monate später dann die Überweisung auf dem Konto eingegangen ist.

Beim Freistehen mit dem Kastenwagen stehen uns auf einemal Steinböcke gegenüber

Junger Steinbock in Andalusien

An einem Übernachtungsplatz in Andalusien standen uns auf einmal Steinböcke gegenüber. Das war Gänsehautgefühl pur. Wir konnten eine ganze Herde beobachten und das wirklich nah. Über dieses Erlebnis berichte ich sehr ausführlich hier auf dem Blog.

Letztes Jahr in Portugal, haben wir auf über 1.000 Metern auf einem Parkplatz vor einem Bergdorf übernachtet. Abends waren wir in der Pilgerherberge im Ort essen, das war ganz toll. Nachts haben uns die Hütehunde des Dorfs mitbewacht. Dann haben wir eine tolle Wanderung gemacht und Schlangen, Schmetterlinge und sehr neugierige Echsen beobachtet. Zum Mittagessen waren wir noch einmal in der Herberge und wurden bereits wie „dazugehörend“ behandelt. Kurz vor der Abfahrt kam dann noch der Mann vom Nachbarhaus und hat uns mit Salat aus seinem Garten und den dort angebauten typischen roten Kartoffeln beschenkt.

Kastenwagen in England

Die erste Fahrt mit dem Pössl Vario 545 ging nach Großbritannien

Liebe Erinnerungen sind die Begegnungen mit den Menschen und natürlich auch Pleiten, Pech und Pannen. Einmal sind wir bei der Fahrt durch die Pyrenäen in einem Markt gelandet, da wir die Umleitung um den Ort nicht gefunden haben. Nichts ging mehr. Also musste ein Marktstand teilweise umgeräumt werden und ein Ladenbesitzer seine Markise einrollen, damit wir um die Ecke passten. In Andalusien haben wir mal steil am Berg in einem weißen Dorf auf engstem Raum gewendet, weil die reguläre Ausfahrt aus dem Dorf zu eng war. Dann ging es ein Stück Einbahnstraße zurück und dann durch eine Furt, die zum Glück nur wenig Wasser hatte, wieder auf die eigentliche Straße.

Und im letzten Jahr ist in Portugal im Nationalpark 20 Meter vor uns ein Baum auf die Straße gefallen. Da war es selbst für unseren kurzen Kasten zu eng zum Wenden und das Rückwärtsfahren mit ständiger Steigung auf der Suche nach einer breiteren Ausweichstelle fand unsere Kupplung nicht so witzig. Also haben wir brav gewartet, es kamen immer mehr Leute dazu und am Schluss wurde gemeinsam der Baum Ast für Ast auf die Seite geschafft.

Solche Situationen haben wir regelmäßig, denn da wo es schön ist, sind die Straßen oft auch ziemlich eng. Jedes mal denken wir uns dann, wie gut, dass unser Auto nicht größer ist.


Was sind Deine Lieblings-Hinfahr-Reiseziele?

Wohnmobil an der Grenze von Spanien nach Portugal

Portugal ist ein Lieblingsreiseziel

Ich habe ja schon mal in Spanien und Schottland gelebt und bin beiden Ländern sehr verbunden. Nordspanien, und vor allem Asturien und Kantabrien, sind aber seit der ersten Fahrt unsere Lieblingsreiseziele geblieben. Hier gibt es supernette Menschen, leckeres Essen, geniale Landschaft, riesige Strände und dazu der Pilgerweg mit seinen romanischen Kirchen, Klöstern und spannenden Begegnungen.

Lieblingsziele mit dem Kastenwagen sind immer wieder Stellen am Meer

Strand am Atlantik

Spanien und Portugal mögen wir sehr. Hier gibt es noch sehr viel Anzuschauen und natürlich den Atlantik. Meine Spanischkenntnisse sind natürlich auch von Vorteil. Immer wieder zieht es uns auch in die Normandie, dort ist es einfach ideal mit dem Wohnmobil. Dieses Jahr fahren wir ans Nordkapp. Ein Sehnsuchtsort, seit ich die Bilder der Reise gesehen habe, die meine Eltern vor 25 Jahren dorthin gemacht haben. Ich bin schon sehr gespannt auf Schweden, Finnland und Norwegen.


Warum habt Ihr Euch für den PÖSSL entschieden?

Irgendwann wurde unser Bus dann doch zu eng. Bei schlechtem Wetter mussten wir auch das Dach runterklappen, weil der Zeltstoff schon sehr alt und überhaupt nicht mehr wetterfest war. Nachdem wir dann bei einer Tour durch Portugal und Andalusien wirklich an jedem Tag Regen (auch Dauerregen) hatten, stand der Entschluss fest. „Wir brauchen ein anderes Fahrzeug!“ Dabei war unser VW komplett „runderneuert“ mit Austauschmotor, Austauschgetriebe, neuem Kühler und neuem Kühlschrank. Bei der Recherche sind wir vor zehneinhalb Jahren beim Kastenwagen gelandet. Unser geliebter Bus ging schweren Herzens, nach zehn Jahren Besitz und mehr als 100.000 Kilometer mehr auf der Uhr, an ein junges Paar aus Belgien.

Wechsel zum Kastenwagen: la strada Family

Wir stehen mit dem Wohnmobil direkt am Wasser

Picknick an einem kleinen Fischerihafen mit Blick auf Meer und Leuchtturm

Damals gab es noch nicht so viel Auswahl für Familien bei den Grundrissen. Im Internet fand ich im Umkreis von 350 Kilometern zwei interessante Gebrauchte, einen Sol Y Sombra von Bavaria Camp, und einen La Strada Family. Bei beiden Modellen gibt es hinten ein Heckstockbett und dazu wird die Sitzgruppe als Doppelbett umgebaut. Viel Ahnung hatten wir damals nicht, aber die Entscheidung ist uns dann doch sehr leicht gefallen. Der Bavaria war aus der Vermietung und ziemlich runter mit abgefahrenen Reifen, Beschädigungen und vielen Kilometer. Der la strada stand direkt beim Hersteller in Echzell. Er war nur als Vorführwagen benutzt worden, die Betten, der Herd und die Toilette also unbenutzt. Der Motor hatte nur 10.000 Kilometer auf dem Tacho und der Preis war auch noch sehr interessant. Die Verarbeitungsqualität und die Beratung waren ebenfalls klasse.

Kastenwagen zwischen Lastern auf der Fähre

Fährüberfahrt mit dem La Strada nach Orkney

Uns war klar, das ist „unser Fahrzeug“. Dabei konnten wir unser Glück kaum fassen, über dieses „Schnäppchen“. Auf dem Heimweg haben wir also hin und her überlegt, wie wir ihn finanzieren und am nächsten Tag telefonisch zugeschlagen. Etwa zwei Wochen später haben wir ihn dann abgeholt. Mehr als 100.000 Kilometer waren wir mit dem la strada in den darauf folgenden fünf Jahren unterwegs. Verschiedene Regionen in Frankreich, Schottland, Spanien, Deutschland, … , haben wir gemeinsam bereist. Er war für uns der ideale Reisebegleiter.

Einzige Nachteile waren der lange Radstand des sechs Meter langen Fahrzeugs (unser Wohnmobil fährt jeden Tag mit meinem Mann zur Arbeit und die Zu- und Ausfahrt des Mitarbeiterparkplatzes ist sehr eng), das Umbauen der Sitzgruppe fing irgendwann an zu nerven, und es gab nicht viel „Kofferraum“. Tische und Stühle mussten also im oberen Heckbett mitfahren.

Ideal für Familien – Pössl Vario 545

Im Januar 2012 waren wir das erste Mal auf der Campingmesse CMT in Stuttgart. Eigentlich wollten wir kein Auto kaufen, aber da stand dieser Kasten mit 5,41 Länge, vier festen Schlafplätzen, riesigem Stauraum, abgetrenntem Bad mit ausreichend Platz und tollem Raumgefühl. Ein wahr gewordener Traum. Wir sind eingestiegen und waren sofort begeistert. Dann hat uns der Verkäufer, nur nach der Beschreibung und dem Foto, so viel für unseren la strada geboten, dass wir nicht widerstehen konnten und unser erstes Neufahrzeug gekauft haben – unseren PÖSSL Vario 545.

Katja schaut aus der Schiebetür des Kastenwagen

Gemütlich eingerichtet auf dem Campingplatz: Der Pössl Vario 545

Im Oktober konnten wir unseren Neuen dann gerade rechtzeitig für den Herbsturlaub in Großbritannien abholen. Das waren tolle zwei Wochen trotz Regen und Kälte. Der Vario ist der ideale Kastenwagen für Familien und ein echtes Raumwunder. Die 3,20 Meter Höhe waren viel weniger problematisch als wir gedacht hatten, nur einmal mussten wir wegen eines zu niedrigen Tunnels einen Umweg nehmen. Vorsicht ist allerdings beim Parken unter Bäumen und in Schluchten geboten. Das obere Bett ist riesig, über die gesamte Fahrzeugbreite, mit direktem Blick durch die Dachluke in den Himmel. Darunter konnten wir sogar noch stehen. Das untere Stockbett im Heck ist für einen normalen Erwachsenen geeignet, das Obere ist etwas kürzer, da das Dach gerundet ist. Das Fahrzeug ist gut isoliert fanden wir.  Und das Platzangebot ist bei der Fahrzeuggröße wirklich gigantisch. Wir waren mit zwei Teenagern auf Sizilien, das ging wirklich gut.

Katja sitzt im Pössl gerne auf den gedrehten Vordersitzen

Lieblingsplatz zum Lesen, Schauen und Träumen auf den gedrehten Vordersitzen

Besonders gut gefallen hat uns die Möglichkeit sich bei Bedarf auch zu dritt in verschiedenen Bereichen des Fahrzeugs aufhalten zu können, also ich auf einem der gedrehten Vordersitze mit den Füßen auf dem zweiten, mein Mann am Tisch oder beim Mittagsschlaf und unser Sohn in seinem Bereich im Heck. Aber eigentlich halten wir uns natürlich am Liebsten draußen auf.

Der Kurze: Pössl Roadcamp R

Unser Sohn hat dann vor dreieinhalb Jahren gesagt, dass er bald nicht mehr mitfahren würde. Mein Mann wünschte sich mehr PS, um im Berufsverkehr besser mithalten zu können. Und ich hatte immer mehr Schwierigkeiten mit meinen Knien, was den Aufstieg in unser riesiges Himmelbett im Dach für mich beschwerlich machte. Und mehr Bodenfreiheit bot sich bei unserer Art zu Reisen auch an. Aber schon wieder ein neues Fahrzeug, wir hatten ja “erst” 50.000 Kilometer gefahren?

Kastenwagen in den Bergen

Mit dem Pössl Roadcamp kommen wir (fast) überall hin (hier unterwegs auf Korsika)

Also ging die Recherche wieder los, diesmal sehr strategisch im Internet und zahlreichen Katalogen. Dann fuhren wir mit einer sehr konkreten Liste wieder zur CMT nach Stuttgart und besuchten alle interessanten Marken und Modelle. Überall fragten wir nach kurzen Kästen, Maxifahrwerk, großer Maschine, studierten Grundrisse, öffneten Schränke und nahmen auf der Toilette Platz (nicht lachen, das ist wichtig, denn ich bin kein „Spargeltarzan“).

Fast alle unsere Wünsche wurden wieder bei Pössl erfüllt und unser Händler machte uns auch wieder ein sehr gutes Angebot. Bei der Ausstattung haben wir noch einmal draufgelegt und dabei in Dinge investiert, die uns persönlich wichtig und auf unsere Reiseart und den Alltagsgebrauch abgestimmt sind. Seit August/September 2015 fahren wir also den Pössl Roadcamp R und werden diesen sicher noch eine Weile behalten. Mit der 3-Liter-Maschine kommen wir sehr gut vorwärts und können auch einmal im Berufsverkehr Gas geben. Das Heckbett haben wir nachträglich mit einem Froli-System und einer für uns angefertigten Matratze optimiert. Jetzt schlafen wir besser als zu Hause. Das Raumbad ist für unsere Bedürfnisse wirklich gut. Die Sitzbank würden wir anders gestalten und auch die Vordersitze haben noch Verbesserungspotential, aber für ein „Fahrzeug von der Stange“ passt es. Wir freuen uns immer, wie viel Platz wir haben und das auf 5,41 Metern Länge. Dabei haben wir das Wichtigste immer dabei.


Was macht „Hin-Fahren“ auf Instagram und der Homepage?

Fotos von @hinfahren auf Instagram

Ich fotografiere schon sehr lange. Seit ich mir eine Nikon  angeschafft habe mit noch größerer Begeisterung. Meine Fotos sind alle auf dem Rechner und außer mir und manchmal meiner Familie sieht sie keiner. Daran wollte ich schon länger etwas ändern. Bei meiner Recherche zu unserer Nordkapp-Fahrt habe ich dann Blogs für mich erst so richtig entdeckt. Die Informationen, die ich gesucht habe, konnte ich nur auf ganz wenigen finden. Dafür gab es aber sehr viele interessante Geschichten, Menschen und Reisefotos.

Im Dezember habe ich dann spontan entschieden, dass ich das auch ausprobieren möchte, mir einen Hoster gesucht, die Domains festgelegt und mich mit WordPress beschäftigt. In der zweiten Januarwoche ist die Seite dann Online gegangen. Als Journalistin habe ich ja täglich mit Schreiben zu tun, bin dabei aber auch sehr fremdbestimmt. Jetzt kann ich über Dinge schreiben, die mir gefallen und auf diese Weise vielleicht auch neue Aufträge im Reisebereich gewinnen. Ich wusste im Januar aber noch nicht, was noch so alles an Arbeit damit verbunden ist. Eine ordentliche Seite zu bauen ist gar nicht so einfach.

Hin-Fahren auf Pinterest

Auf Pinterest gibt es viele Tipps zum Reisen mit dem Wohnmobil

Zur Promotion habe ich eine Facebookseite gestartet. Dann bin ich auf Pinterest gestoßen und habe mich damit intensiv  beschäftigt. Das ist eine tolle Möglichkeit, eine Reise vorzubereiten und Ideen zu sammeln. Seit einer Fortbildung vor Kurzem bin ich jetzt auch auf Instagram aktiv. Ich finde es toll, meine Fotos zu präsentieren und mich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Und natürlich habe ich viele Ideen zu meinem Blog, kämpfe mit den neuen Datenschutzbestimmungen, der Technik und einem möglichen neuen Layout (mein gewähltes Theme hat doch so einige Fehler). Und normal arbeiten gehe ich natürlich auch noch.

Ein toller Moment war, als WoMo Guide mich Mitte Februar unter die besten Wohnmobil-Blogs 2018 gewählt hat. Darauf bin ich super stolz und sehe es auch als Verpflichtung. Einmal in der Woche stelle ich einen neuen Beitrag online. Ich bin gespannt, wohin sich das noch entwickelt und ob meine Reisegeschichten auch gut ankommen.

Wenn Ihr mich seht, sprecht mich gerne an. Dann können wir gemeinsam ein leckeres Gläschen Pfälzer Wein oder einen Kaffee trinken.

Schaut doch mal bei Katja rein


Danke liebe Anke für Deine vielen Impulse, den netten Austausch und die Idee zu diesem Interview.


Camper im Porträt

Teil 1: Anke im Globe

Teil 2: Katja im Pössl Roadcamp R

Teil 3: Steffi und Manu mit Maya im Pössl 2Win

Teil 4: Karin und Sascha im Weinsberg Carabus


Camper und ihre Fahrzeuge: Katja unterwegs im Pössl #Kastenwagen #Fahrzeugwahl #WohnmobilreiseWenn Euch dieser Beitrag gefallen hat, dann pinnt ihn doch auf Pinterest.

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