Endlich geht es los, unsere Reise zum Nordkap mit dem Wohnmobil. Hier beschreibe ich die Reiseroute nach Schweden über Dänemark. Dazu nehmen wir die Fähre von Puttgarden auf Fehmarn und danach die Öresundbrücke in Richtung Malmö.

Wir starten unseren Roadtrip zum Nordkap mit dem Wohnmobil

Nach mehr als einem halben Jahr Vorbereitung ist es endlich soweit. Wir starten unsere Wohnmobiltour zum Nordkap. Dienstagabend nach der Arbeit geht es los. Wir wollen soweit wie möglich fahren, denn Donnerstag ist Feiertag. Gegen 19 Uhr starten wir also mit unserem Kastenwagen, für uns eine ungewöhnliche Zeit. Auch die Richtung ist neu, sonst fahren wir ja eigentlich immer in Richtung Süden, jetzt geht es nach Norden, ans äußerste Ende von Europa.

Autobahn nach Norden durch Deutschland

Auf der Autobahn durch Deutschland nach Norden gibt es auch in diesem Jahr viele Baustellen. Zweimal kommen wir nur mit sehr viel Glück um eine Vollsperrung herum. Dann beginnt es zu Regnen und zwar heftig. Es schüttet wie aus Kübeln, so ist kein weiterkommen, das ist zu anstrengend und gefährlich. Mit Hilfe unserer App von Campercontact finden wir ein bisschen weiter einen Stellplatz in der Nähe der Autobahn und fahren ab. Hoch lebe die Technik, die uns immer wieder gute Dienste leistet. Wenn wir müde werden unterwegs, checken wir damit die Übernachtungsmöglichkeiten und deren Lage zur Strecke.

Wir haben gut geschlafen kurz vor Hildesheim in Bockenem. Danke an den Ort und den Bürgermeister für diesen Stellplatz. Leider haben wir nicht viel gesehen und wollen schnell weiter in Richtung Fähre. Aber, was wir sehen gefällt uns und wir können uns gut vorstellen mit etwas mehr Zeit wieder zu kommen.

Letzte Einkäufe und Tanken in Deutschland

Um 7 starten wir schon wieder, noch 350 Kilometer sind es nach Puttgarden auf Fehmarn, wo wir unsere Fähre nach Dänemark gebucht haben. Und es ist gut, dass wir so früh los sind, denn wieder reiht sich eine Baustelle an die andere.

Am Ende der Autobahn ist noch einmal tanken angesagt, bevor es über die Brücke nach Fehmarn geht. Kurz vorher gibt es eine Doppeltankstelle an der Schnellstraße. Hier sind die Preise deutlich günstiger als auf Fehmarn selbst. Der Sprit kostet im nahegelegenen Ort aber genauso viel, so dass Abfahren nicht nötig ist. Letzte Einkäufe erledigen wir im Edeka in Burg, auch sonst ist hier alles vorhanden.

Blick von einer Fähre nach Dänemark auf die Fähre nach Deutschland

Die Überfahrt mit Scandlines nach Dänemark geht schnell und ist völlig unproblematisch

Fähre nach Dänemark ab Puttgarden

Das Wohnmobil auf dem Autodeck der Fähre nach Dänemark

Auffahen und Parken auf dem Autodeck der Fähre nach Dänemark ging viel leichter als gedacht

Kurz nach 12 rollen wir mit unserem Campingfahrzeug in Richtung Hafen und gleich aufs Schiff. Dank des Flex-Tarifes können wir sofort mitfahren und auf der Vip-Linie einfach durchrollen. Keine zehn Minuten nach Ankunft am Hafen stehen wir schon auf dem Schiff, das gleich los fährt. Das Vorbuchen und der Mehrpreis haben sich für uns also sehr gelohnt. Wir hatten damit gerechnet, den Fährhafen erst später zu erreichen. Und einen Gutschein für einen Kaffee gibt es auch noch dazu. Auf dem Schiff rollen wir bis knapp ans Fahrzeug vor uns, lassen aber einen Weg für die Fußgänger, die hier einen der Lifts erreichen. Handbremse festziehen nicht vergessen. Abgeschlossen wird unser Kastenwagen auf der Fähre manuell und nicht mit der Fernbedienung. Die Alarmanlage in unserem PÖSSL reagiert nämlich auch auf Erschütterung. 45 kurzweilige Minuten später (aus Wasser gucken, Toiletten suchen, alle Decks erkunden, Kaffe trinken) rollen wir in Dänemark vom Schiff. Bei der Passkontrolle wird heute besonders gründlich geguckt und die kontrollierende Beamtin erklärt einer angehenden Kollegin anhand unserer Ausweise, auf was bei deutschen Personalausweisen zu achten ist. Kurz nach 13 Uhr fahren wir aber aus dem Hafen heraus in Richtung Öresundbrücke. Das ging viel schneller, als wir vermutet hatten.

Picknick unterwegs in Dänemark

Auf gut ausgebauter Autobahn führt unsere Route in Richtung Kopenhagen. Wir wollen jetzt aber endlich Mittagessen und entdecken bei einer Brückenüberfahrt von oben einen Rastplatz direkt am Wasser. Faro steht auf der Karte.

Autobanhrastplatz in Dänemark auf dem Weg nach Schweden

Mit Blick auf eine der vielen Brücken und die Ostsee lässt sich prima Pause machen

Der Autobahnparkplatz, der auch ein Stellplatz ist, liegt rechts der Autobahn und ist von der Brücke aus gut zu sehen. Nix wie hin. In bester Lage gibt es hier einen tollen  Blick aufs Wasser und die Brücken. Es ist einfach ein Traum. Auch andere Wohnmobil-Besatzungen und Reisende denken das. Die Niederländer, die hinter uns mit ihrem Caravan einparken, tragen sogar Tisch und Stühle bis ganz nach vorne ans Meer.

Autobahnrastplatz in Dänemark mit Blick auf Brücken

Rast in Dänemark auf dem Weg nach Schweden

Jemand hat eigens Plätzchen zum Picknicken ins hohe Gras geschnitten. Der Platz ist wirklich ideal für eine Pause, Urlaubsfeeling ist angesagt. Leider habe ich in anderen Reiseberichten gelesen, dass hier nachts schon Wohnmobile ausgeraubt wurden, also bitte besondere Vorsicht walten lassen!! Gerne sitzen wir jetzt zur späten Mittagszeit in der Sonne und genießen den Blick auf die Brücke, das Meer und die Umgebung. Wir wollen aber noch nach Schweden, also reissen wir uns nach einer Stunde doch noch los und fahren weiter.

Über die Öresundbrücke nach Schweden

In Dänemark ist die Brücke und der Weg nach Schweden gut ausgeschildert

Für die Anfahrt zur Öresundbrücke folgen wir in Dänemark immer den Schildern in Richtung Schweden

Rund um Kopenhagen wird der Verkehr immer dichter, teilweise fahren wir vierspurig und einige Autofahrer haben einen sehr eigenen Fahrstil. Dazu kommen wechselnde Geschwindigkeitsbegrenzungen zwischen 80 und 130. Also heisst es hier gut aufpassen, nicht nur weil die Strafen für Übertretungen hoch sind.

Den Weg finden ist aber kein Problem. Malmö ist immer gut ausgeschildert. Plötzlich sind wir kurz nach dem Flughafen mit unserem Reisemobil schon in der “Einflugschneise” zur Brücke nach Schweden. Nur ein kleines Schild weist darauf hin, dass jetzt Mautpflicht besteht.

 

Die Öresundbrücke zwischen Dänemark und Schweden

Die Öresundbrücke verbindet Dänemark mit Schweden. Die Grenze verläuft über die Brücke.

Die Brücke über den Sund zwischen Dänemark und Schweden ist wirklich ein tolles Bauwerk. Sie wurde 2000 eröffnet und gilt als die weltweit längste Schrägseilbrück für den kombinierten Auto- und Schienenverkehr. Wir schweben regelrecht über dem Meer. Gemütlich geht es voran, sogar  ein paar Fotos gelingen.

Ankunft in Skandinavien

Mautstation in Schweden an der Öresundbrücke

Die Maut für die Öresundbrücke wird auf der schwedischen Seite bezahlt

Und dann sind wir in Schweden und reihen uns zum Bezahlen ein, denn die Mautgebühr wird erst nach der Überfahrt kassiert. Unser Ticket haben wir ja schon in Puttgarden gegen unseren Voucher bekommen und reichen es in den Schalter. Die junge schwedische Kassiererin hat unser Fahrzeug länger eingeschätzt, nach einer Rückfrage bucht sie es um und wir können ohne Schwierigkeiten passieren. Gerade Wohnmobilfahrer sollten hier ein Auge drauf haben und mit den Mitarbeitern kommunizieren, es funktioniert.

Noch die Pass- und Zollkontrolle und wir sind in Schweden.


Hier kannst Du lesen, wie es in Südschweden weiter geht.


Hin-Fahr-Tipps nach Schweden mit dem Wohnmobil

Ticket Fähre und Brücke

Das kombinierte Ticket für Fähre und Brücke haben wir im Vorfeld im Internet bei Scandlines gekauft. Da wir nicht wussten, wann wir es schaffen und wie voll die Schiffe sind, haben wir uns für den teureren Flex-Tarif entschieden. Die Fähren fahren 24 Stunden. Also wäre es auch möglich gewesen, das Ticket erst am Hafen zu kaufen. Was auf jeden Fall Geld spart, ist die Kombination von Fähre und Fähre oder in unserem Fall Fähre und Brückenmaut.

Pause mit dem Camper in Dänemark

Autobanhrastplatz in Dänemark auf dem Weg nach Schweden

Mit Blick auf eine der vielen Brücken und die Ostsee lässt sich prima Pause machen

Der Parkplatz Faro in Dänemark eignet sich ideal für eine kurze oder längere Pause. Er liegt ungefähr auf halbem Weg zwischen der Fähre von Puttgarden und der Öresundbrücke. Auch das Übernachten ist gestattet. Bitte Aufmerksam sein, hier hat es schon Einbrüche in Fahrzeuge gegeben.

 

Letzte Einkäufe in Deutschland

  • Tanken am besten noch auf dem Festland. Auf Fehmarn sind Benzin und Diesel teurer. Und auch in Dänemark und Schweden ist der Diesel teurer als in Deutschland.
  • An der Einfahrtsstraße nach Burg (Fehmarn) können letzte Einkäufe erledigt werden. Hier gibt es die wichtigsten Supermärkte.

Roadtrip Nordkap mit dem Wohnmobil


Mit dem Wohnmobil zum Nordkap: Von Dänemark nach Schweden mit Fähre und Brücke #Wohnmobil #Nordkaptour #Überfahrt #ÖresundbrückeMerke Dir doch diesen Beitrag auf Pinterest. Auch über Rückmeldungen und Anregungen freue ich mich sehr.