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Nordkap-Tour mit Wohnmobil 6: Norwegen – Zoll & Fahrt entlang der russischen Grenze

Aktualisiert am 26. April 2020

Warum Du vor dem Nordkap mit dem Wohnmobil einen Abstecher zur Grenze nach Russland machen solltest. Auf unserer Nordkap-Reise mit dem Wohnmobil erreichen wir sechs Tage nach unserem Aufbruch in Deutschland nördlich des Inarisees unser Ziel Norwegen und Finnmark. Hier erfährst Du mehr über Begegnungen mit dem norwegischen Zoll, Eindrücke in Kirkenes und die spektakuläre Fahrt entlang der Grenze zu Russland ans „Ende der Welt“ in Grense Jakobselv.

Fahrt mit Wohnmobil zum Nordkap durch die Finnmark

Nach einer abwechslungsreichen Anreise durch Schweden und Finnland erreichen wir mit unserem Kastenwagen-Wohnmobil endlich Norwegen. Sechs Tage haben wir hierher gebraucht, da wir unterwegs noch so viele schöne Dinge angeschaut haben.

Jetzt ist Murmansk in Russland bereits ausgeschildert. In diese Richtung und ins Grenzland bei Grense Jakobselv wollen wir jetzt fahren.

  • Vom finnischen Grenzort, wo wir noch einmal einkaufen, ist es mit dem Camper nicht mehr weit bis Norwegen.
  • An der finnisch-norwegischen Grenze dominiert vor allem der große Zaun. Dieser soll die Rentiere daran hindern, von einem Land ins andere zu wandern.
  • Finnmark und Varanger Kommune steht auf den Schildern.
Wohnmobiltour Nordkap: Schild der Sør-Varanger Kommune an der finnisch-norwegischen Grenze

Jetzt sind wir im Bezirk Finnmark in Norwegen angekommen

Zollkontrolle an der Grenze Finnland-Norwegen mit Wohnmobil

  • Beim norwegischen Zoll halte ich freiwillig unseren Kastenwagen an.
  • Wir haben auf dem Hinweg nicht sehr viel Wein getrunken und ich liege nach meiner Rechnung etwas über der Freimenge (allerdings in einer angebrochenen Flasche).
  • Andere Wohnmobilfahrer haben in den Foren ausdrücklich drauf hingewiesen, dass es sinnvoll sei dies mit dem Zoll zu klären, da auch im Hinterland Kontrollen stattfinden.
  • Hilfreich zu den erlaubten Einfuhrmengen sind die Angaben auf dem offiziellen Internetportal der Zollbehörde.
  • Da wir keinen Tabak dabei haben, können wir umwandeln und mehr Alkohol mitnehmen.
  • Über den Umgang mit angebrochenen Flaschen konnte ich allerdings keine eindeutigen Angaben finden.
Zollangaben: Freimengen Bier, Wein, Sekt, Spirituosen Norwegen

Bildschirmfoto der Angaben auf der Seite des norwegischen Zolls, Stand Juli 2018 (www.toll.no)

⇒ In der Grenzregion Russland / Finnland / Norwegen und auch sonst in Norwegen finden regelmässig Zollkontrollen im Hinterland statt.

⇒ Es werden saftige Strafen fällig, wenn man dann zu viel Alkohol dabei hat ohne diesen vorher verzollt zu haben.

⇒ Zusätzlich wird dann auch der komplette Alkohol von den Zöllnern eingezogen.

Genaue Prüfung der Alkohol-vorräte im Wohnmobil durch den Zoll

  • Mein pfälzischer Winzersekt, mit dem wir auf das Erreichen des Nordkaps am Ende der Fahrt anstossen wollen, gehört in die Kategorie Wein.
  • Laut meiner Internetrecherche gehört Cidre in die Zoll-Kategorie Bier. Aber die junge Zöllnerin meint, er müsse beim Wein eingeordnet werden.
  • Da wir Flaschen mit 0,1, 0,375, 0,7, 0,75 und 1,0 Litern dabei haben, zählen wir zur Sicherheit noch einmal gemeinsam nach.
  • Die Zöllnerin muss lachen, als ich die Flaschen aus allen Ecken unseres kleinen Wohnmobils zusammenhole und danach wieder verpacke (sie sind ja nicht versteckt, nur sicher und klapperfrei verstaut).
  • Mit ihr zusammen, wäre es im kurzen Kastenwagen-Wohnmobil wirklich etwas eng geworden.
  • Wir haben wie angekündigt nach ihrer Rechnung knapp einen halben Liter Wein in einer angebrochenen Flasche zu viel dabei. Nach meiner Rechnung stimmt alles.
  • Nach kurzer Rücksprache mit ihrem Kollegen überlegt sich die Zöllnerin die Sache mit dem Cidre noch einmal und will auch den offenen Wein nicht verzollt haben.

Wir können also weiter in Richtung der Grenze zu Russland fahren. Ich hätte aber auch die 60 norwegischen Kronen Zoll, die für einen Liter Wein über der Freimenge anfallen würden, bezahlt. Wer mehr dabei hat, kann auch die angebotene ZollApp nutzen. Die Grenzübergänge von Finnland nach Norwegen in dieser Region sind nicht immer besetzt. Wenn Du mehr Alkohol und Zigartetten dabei hast, dann solltest Du diese unbedingt verzollen!!

Mein Mann ist heute noch darüber entsetzt, dass ich freiwillig am Zoll angehalten habe. 🙂

Wir haben Norwegen mit dem Wohnmobil erreich: Markierung der Grenze Norwegen / Russland

Norwegischer Grenzpfosten in der Finnmark an der Grenze zu Russland

Einreise von Finnland nach Norwegen mit Wohnmobil

  • Bitte beachten: Unsere Eindrücke und Erfahrungen als Wohnmobil-Fahrer mit dem norwegischen Zoll sind nur eine Momentaufnahme. Ob es immer so abläuft, können wir nicht garantieren.
  • Also am besten die Regelungen selbst noch einmal genau auf der Homepage des norwegischen Zolls nachlesen. Dort findest Du auch die App, mit deren Hilfe über die Zoll-Freimengen hinaus nach Norwegen Mitgebrachtes ganz leicht verzollt werden kann.
  • Viele Grenzübergänge nach Norwegen im Norden sind ja nicht rund um die Uhr besetzt.
  • Wer einen Hund dabei hat, für den gelten besondere Regelungen. Unter anderem ist im Sommer Leinenzwang und Hunde müssen im bestimmten Abstand vor der Einreise gegen den Fuchsbandwurm behandelt worden sein. Über die genauen Angaben und Anforderungen zur Einreise mit Hund nach Norwegen am besten ebenfalls beim norwegischen Zoll informieren.

Erste Eindrücke Nord-Norwegen & Finnmark mit Wohnmobil

Heute bleibt die Wohnmobilküche kalt. Zur Feier des Tages wollen wir in Norwegen Essen gehen. Neue Länder entdecken wir gerne bei einem Restaurantbesuch. Das gestaltet sich hier in der Region nicht ganz einfach.

Erster Stop mit dem Wohnmobil in Norwegen: Fischercamp an der norwegisch-finnischen Grenze

Hier im Fischercamp machen wir unsere ersten Erfahrungen mit Norwegen

Also steuern wir gleich das erste Café nach der norwegischen Grenze bei einem Fischercamp an (von der Straße ausgeschildert).

  • Zögernd betreten wir das große Gebäude, das für uns zuerst einen geschlossenen Eindruck macht.
  • Es ist eine gute Wahl – auch wenn das Lokal/Café im ersten Moment nicht sehr einladend aussieht.
  • Wir müssen uns erst an Norwegen gewöhnen. Hier gilt Selbstbedienung.
  • Es gibt sogar mehrere Tagesessen. Mein Mann isst die Spezialität des Hauses, gesalzenes Rentier und ich Rindfleisch.
  • Wasser zum Bedienen steht ebenfalls im Tresen.
  • Beides ist sehr lecker und kostet zusammen mit dem eingeschlossenen Kaffee 500 Kronen, also etwa 55 Euro (später lernen wir, dass dies für norwegische Verhältnisse fast ein Schnäppchen ist und die Qualität wirklich gut war). 🙂

Hier gelten andere Preise als in Schweden und Finnland. Wasser gibt es zum Essen frei dazu, eine große Karaffe steht in der Kühltheke aus der sich die Gäste selbst bedienen. Mit dem Koch kommen wir noch ein wenig ins Gespräch. Heute sind wir die einzigen Gäste, in wenigen Wochen zur Lachssaison ist dagegen wirklich viel los, berichtet er.

Kurzbesuch mit Wohnmobil in Kirkenes

In Neiden nehmen wir mit unserem Wohnmobil die Straße nach rechts und fahren am Meer entlang in Richtung Russland nach Kirkenes. An einem Parkplatz bauen zwei Zöllnerinnen gerade eine mobile Zollstation ab. Wie gut, dass wir das bereits geklärt haben. Dann erreichen wir die Stadt Kirkenes und den Hafen am Nordmeer.

Kirkenes, die „Kirchenhalbinsel“, was der Name etwa bedeutet, bestand bis in die Anfänge des 20. Jahrhunderts nur aus wenigen Häusern und Hütten und natürlich der namensgebenden Kirche. Dann wurde Eisenerz gefunden und ein reger Grubenbetrieb begann. Verbunden damit gab es einen Zuzug weiterer Bewohner in den Ort in Nord-Norwegen in der Nähe zu Russland.

Kirkenes war Strategisch wichtig im Zweiten Weltkrieg

  • Im Zweiten Weltkrieg war Kirkenes Basis der deutschen Wehrmacht.
  • Zeitweise waren bis zu 30.000 deutsche Soldaten hier in der Nähe zu Russland stationiert.
  • Von Kirkenes starteten Angriffe der Deutschen auf den russischen Versorgungshafen Murmansk.
  • Dieser war für die Versorgungstransporte der Alliierten durch das Eismeer immens wichtig.
  • Entsprechend intensiv war auch die Gegenwehr.
  • Über 300 Mal wurde in der Stadt Kirkenes zwischen 1941 und 1944 heftigst bombardiert.
  • Die Russen besiegten schließlich die Wehrmacht.
  • Diese zerstörte dann noch im Rückzug Kirkenes völlig.
  • Nur etwa 20 Häuser sollen stehen geblieben sein.
  • Nach dem Krieg wurde die Stadt wieder neu aufgebaut.
  • Wir sehen viele der für die Finnmark typischen Holzhäuser in verschiedenen Farben.
  • Bis 1996 lebten die Einwohner von Kirkenes vom Bergbau, dann wurde der Erzabbau eingestellt.
  • Riesige Abraumhalden in der Region sind davon übrig geblieben.
Urlaub mit dem Wohnmobil in Norwegen: Zugang zum ehemaligen Luftschutzbunker Andersgrotta in Kirkenes

Der Zugang zur Andersgrotta in Kirkenes liegt direkt im Wohngebiet

Grenzen zu Russland und Finnland in Kirkenes allgegenwärtig

Auch heute spielen die Nähe zu Russland (nur etwas mehr als zehn Kilometer sind es bis zur Grenze) und Finnland eine große Rolle in Kirkenes. Die Beschriftungen auf den Straßenschildern sind zum Teil auf Russisch.

Russen aus Murmansk und der Grenzregion kommen zum Einkaufen nach Kirkenes. Viele der Geschäfte in Kirkenes, an denen wir vorbei fahren, sind auf  diese Kundschaft ausgerichtet. Russische Fischkutter, große Netze auf Rollen und Berge von Fangkörben bestimmen das Bild am Hafen.

Am Hurtigrutenkai etwas ausserhalb der Stadt ist der offizielle Wohnmobil-Stellplatz von Kirkenes, ein Parkplatz mit Toilette und Entsorgung. Er ist zweckmäßig aber nicht sehr ansprechend.

Das Hurtigruten-Schiff haben wir verpasst. Es lag von 9 bis 12.30 Uhr hier. In Kirkenes ist der Wendepunkt der Route der norwegischen Postschiffe, die eine echte Touristenattraktion sind.

Es kann sein, dass auf diesem Stellplatz das Übernachten inzwischen verboten ist. Alternativ stehen Wohnmobile auf einem Parkplatz direkt in Kirkenes in der Nähe der Polizei.

In den Stollen Andersgrotta, der im zweiten Weltkrieg als Luftschutzbunker von Kirkenes gedient hat, kommen wir leider auch nicht hinein. Da hätten wir uns 24 Stunden vorher anmelden müssen. 2.500 Menschen konnten hier in Kriegszeiten unterirdisch Schutz suchen.

Für den Besuch des Grenzlandmuseums, das am Ortseingang ausgeschildert ist, können wir uns leider nicht so recht entschließen (ein Fehler, stelle ich im Nachhinein fest). Die Ausstellungen zum Leben der Zivilbevölkerung im und nach dem zweiten Weltkrieg und zu den Vorgängen in der viel umkämpften Region um Kirkenes, ist durchaus einen Besuch wert.

Wohnmobil-Stellplatz am Meer in Grense Jakobselv

Also steuern wir mit unserem Wohnmobil unser nächstes Ziel Grense Jakobselv an. Hier ist das nördliche Ende der Grenze Norwegen / Russland und hier soll es einen schönen Wohnmobil-Stellplatz geben, haben wir bei der Vorbereitung der Reise gelesen. Vom Stadtzentrum von Kirkenes liegt der kleine Ort rund 60 Kilometer entfernt.

Wohnmobiltour Norwegen: Straßenschild in Kirkenes - Grense Jakobselv ist ausgeschildert

Nur 213 Kilometer sind es von der Straßenkreuzung außerhalb von Kirkenes ins russische Murmansk

Wir folgen mit dem Wohnmobil von Kirkenes der sehr gut ausgebauten Straße in Richtung Murmansk / Russland und kommen so direkt zum Grenzübergang. Für uns ist diese Begegnung mit einer anderen Welt ein echtes Abenteuer. Der „kleine Grenzverkehr“ zwischen Russland, Norwegen und Finnland boomt. In Finnland und Kirkenes haben wir mehrere Fahrzeuge mit russischem Kennzeichen gesehen. Das ist durch eine Sonderregelung für die Grenzbewohner möglich.

Hier am Grenzübergang biegen wir ab. Etwa eineinhalb Stunden brauchen wir noch für die abenteuerlichen 50 Kilometer bis zu unserem Ziel Grense Jakobselv am Meer. Die schmale geteerte Straße hat sehr viele Bodenwellen und windet sich nach rechts und nach links, nach oben und unten. Die Landschaft und Felsformationen sind grandios, schade dass das Wetter so schlecht ist. Mehrmals treffen wir norwegische Soldaten, die sich für eine Übung im Gelände vorbereiten. Sie und wir grüßen freundlich.

Abenteuerlich mit dem Wohnmobil: Piste nach Grense Jakobselv entlang der Grenze Norwegen / Russland

Das letzte Stück geht es entlang der russischen Grenze auf frisch preparierter Piste

Auf Piste mit Wohnmobil an der Grenze zwischen Norwegen und Russland

  • Die letzten acht Kilometer nach Grense Jakobselv geht es mit unserem Kastenwagen-Wohnmobil über Piste genau an der Grenze zu Russland entlang!
  • Gelbe Grenzposten mit schwarzer Spitze markieren den Verlauf der Grenze auf der norwegischen Seite, rote mit schön verziertem Kopf auf der russischen Seite.
  • Wir kommen an mehreren Schildern mit Informationen zur Region vorbei und lesen diese aufmerksam. Der Text ist auch auf Deutsch verfasst.
  • Zusätzlich gibt es ein großes Schild zum Verhalten im Grenzgebiet. Unter anderem dürfen nur Einheimische im Grenzfluss angeln. Das Übertreten der Grenze wird extrem bestraft.
Mit dem Wohnmobil durch Norwegen: Schild mit Verlauf der Grenze Russland / Norwegen und Anweisungen

Ein großes Schild gibt wichtige Hinweise zum Grenzgebiet Russland-Finnland in mehreren Sprachen

Auch sonst halten wir unser Wohnmobil mehrfach an. An einem kleinen Fischercamp stehen eine Jurte und ein Wohnwagen. Das Lagerfeuer und die Stühle sind gerichtet. Es sieht so aus, als würde jede Minute ein Angler um die Ecke kommen. Aber es ist niemand da. An der nahe gelegenen Abbruchkante zum Fluss wurden Spuren aus der Steinzeit gefunden.

Gegenüber steht ein russischer Wachturm. Ob die jetzt genau so gespannt zu uns rüberschauen wie wir zu ihnen? Wir wissen es nicht.

Mit dem Wohnmobil in Norwegen: Kapelle und Friedhof an der norwegisch-russischen Grenze

Die König-Oskar-II.-Kapelle in Grense Jakobselv dient als Orientierungs- und Grenzmarke. Für die bessere Sichtbarkeit war sie deshalb weiß angestrichen

Das Gebiet hier an der Grenze bei Grense Jakobselv in dem ursprünglich Samen lebten, war heiß begehrt und wechselte mehrfach von einer Hand in die andere. Als Grenzmarkierung und Zeichen des Friedens wurde am Ortsrand von Grense Jakobselv etwas erhöht 1869 die König-Oskar-II.-Kapelle errichtet.

Natürlich erklimmen wir die Stufen bis zum geschlossenen Portal hinauf und blicken in die Runde. Auf dem Friedhof nebenan finden wir Gräber mit russischen, norwegischen, finnischen und samischen Namen.

Urlaub mit dem Wohnmobil in Norwegen: Kastenwagen in Grense Jakobselv

Unser Wohnmobil steht an der Barentssee ganz in der Nähe der Grenze zu Russland

Grense Jakobselv: Ist hier das Ende der Welt?

Am Ende der Piste erreichen wir mit dem Camper den offiziell ausgeschilderten Wohnmobil-Stellplatz an der Barentssee in Grense Jakobselv und parken neben zwei deutschen Wohnmobilen ein. Dabei stehen wir ziemlich geschützt und mit wunderbarem Blick aufs Meer. Der Stellplatz ist ausgerüstet mit Mülleimer, Toilette und Picknickbänken.

Urlaub in Norwegen: Wohnmobilstellplatz an der norwegisch-russischen Grenze

Am Ende des Weges belohnt uns dieser schöne Stellplatz in Grense Jakobselv

Es ist so stürmisch, dass eine Beobachtung der weißen Beluga-Wale, die hier oft gesichtet werden, leider nicht möglich ist. Auch soll es bald schneien, berichten uns die anderen Camper, mit denen wir durch die zum leichten Spalt geöffneten Wohnmobil-Türen ins angeregte Gespräch kommen. Es ist bereits jetzt sehr kalt und eine Besserung der Situation nicht in Sicht. Die Meeres-Brandung peitscht ans Ufer. Beim Erkundungsspaziergang werden wir kräftig durchgepustet.

Urlaub mit dem Wohnmobil in Norwegen: Meer und Fischerhütten in Grense Jakobselv

Fischerhäuser in Grense Jakobselv

Neben der Kirche und einigen Fischerhäuschen sind das Pfarrhaus, die alte Zollstation und Spuren der früheren deutschen Befestigung in Grense Jakobselv erhalten. Es ist ein Platz mit einem besonderen Zauber und auch der Wohnmobil-Stellplatz gefällt uns gut. Nach ein paar Fotos ziehen wir uns vor Kälte schnatternd in unseren Kastenwagen zurück und halten „Kriegsrat“.

Norwegenurlaub: Wohnmobil auf dem Stellplatz in Grense Jakobselv

Hier kann man vom Wohnmobil aus Wale beobachten

Wetterwechsel zwingt zur Planänderung

Wir beschließen schweren Herzens, diesem schönen Fleck Erde wieder den Rücken zuzukehren und lieber noch ein Stück von unserer Reiseroute in Richtung Nordkap zurückzulegen.

Die geplante Fahrt und Wanderung zum Treriksøysa am Rand des Øvre Pasvik Nationalparks im Dreiländereck Finnland, Norwegen, Russland mit Bären und Wölfen lassen wir wegen des angekündigten Unwetters ebenfalls aus. Schade, darauf hatte ich mich besonders gefreut. Aber es sind 100 Kilometer schlechte Straße und dann noch einmal 20 Kilometer noch schlechtere Schotterpiste bis zum Ausgangspunkt (sie wird im Internet als Schlamm- und Sandpiste mit tiefen Schlaglöchern beschrieben).

Es soll Schnee geben. Das sind keine guten Voraussetzungen für die Fahrt mit unserem nicht mit Allrad ausgerüsteten Kastenwagen-Wohnmobil und die geplante Wanderung durch das Moor. Für uns als Ortsunkundige ist dies ein nicht zu kalkulierendes Risiko.

Vielleicht habe ich mich auch von den Berichten anderer Wohnmobilfahrer, die sich auf der Piste dort schon festgefahren haben und von Durchwaten tiefen Wassers auf der Wanderung berichten, zu sehr ins Boxhorn jagen lassen. 🙂

Erinnerungsfoto Norwegen: Katja von Hin-Fahren und norwegischer Grenzpfosten

Ein besonderes Erinnerungsfoto an der russisch-norwegischen Grenze

Unsere Abenteuertour entlang der russischen Grenze mit allen Eindrücken entschädigt uns dafür.

Weiter mit dem Wohnmobil in Richtung Nordkap

Mit dem Wohnmobil durch Norwegen: Stromschnellen in der Finnmark

Direkt neben der Straße liegen die Stromschnellen Skoltefossen

An der Straßenkreuzung bei Neiden halten wir noch an den beeindruckenden Stromschnellen Skoltefossen. Hier hatten die Skolt-Samen früher ihrer Fischgründe, haben wir im Museum in Inari gelernt. Ein windgeschütztes Plätzchen für die Nacht finden wir auf einem Picknickplatz in der Nähe, neben zwei anderen Wohnmobilen.


Am nächsten Tag machen wir einen weiteren Umweg mit unserem Wohnmobil auf dem Weg zum Nordkap, probieren Königskrabben und fahren durch arktische Landschaften auf der Varanger-Halbinsel. Das ist ein Abstecher, der ebenfalls mit zu unseren liebsten Reiseerinnerungen gehört.


Nordkap-reise mit Wohnmobil – Norwegen, Finnmark

Übernachten mit Wohnmobil

  • Wohnmobil-Stellplatz Kirkenes, Tømmestasjon Kirkenes [Kirkenes Havn], Havneveien 5, 9900 Kirkenes, Finnmark. Öffentliche Toilette, Entsorgung, Kostenfrei. Wichtig! Hier scheint das Übernachten nur noch toleriert zu werden, wir haben keine Verbotstafeln gesehen, aber es gibt eine entsprechende Meldung im Forum.
  • Kirkenes, Innenstadt, in der Nähe der Polizei gibt es wohl einen Parkplatz auf dem Wohnmobile übernachten.
  • Wohnmobil-Stellplatz Grense Jakobselv, Barentshavet, Rv886, 9900 Kirkenes, Finnmark. Öffentliche Toilette, Kostenfrei.

Besichtigung Kirkenes

  • Andersgrotta, Krysset Presteveien Haganesveien, Kirkenes. Im Sommer gibt es eine Besichtigung um 10.30, 11.00 and 15.00 Uhr. Außerhalb der Sommersaison wird für Gruppen über 10 Personen geöffnet. Parken auf der Straße in der Umgebung.
  • Grenzlandmuseum, Varanger Museum IKS – Grenzlandmuseum, Førstevannslia, Kirkenes. Ausgeschildert. 10 Minuten Spaziergang vom Zentrum.

RUNDREISE NORDKAP & NORWEGEN MIT WOHNMOBIL


Roadtrip mit dem Wohnmobil zum Nordkap, Abstecher in Norwegen entlang der russischen Grenze #Wohnmobiltour #Russland #Stellplatz #KirkenesWart Ihr auch schon einmal in dieser Region?

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Katja
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