Auf unserer Osterreise zum Canal du Midi in Südfrankreich ist unser erstes Ziel Toulouse. In der “rosafarbenen Stadt”, der Hauptstadt der Region Languedoc Roussilon Midi-Pyrénées, ist der offizielle Start des Kanals. Dieser wurde im 17. Jahrhundert gebaut, um Atlantik und Mittelmeer miteinander zu verbinden. Ausführliche Beschreibung eines idealen Reise-Tages in Toulouse und Geheimtipps, inklusive Campingplatz für das Wohnmobil.

Toulouse an einem Tag entdecken – Geheimtipp in Südfrankreich

An einem Tag erkunden wir die Stadt und sind begeistert von der Atmosphäre, den freundlichen Menschen und den Sehenswürdigkeiten. Unser Wohnmobil steht in der Zwischenzeit sicher auf dem Stadtcampingplatz.

Der Fluss ist ein Mittelpunkt von Toulouse

Blick auf die Garonne


Toulouse ist nicht nur rosa – Toulouse ist schön

  • Den Spitznamen “rosafarbene Stadt” (ville rose) hat Toulouse von dem hier hauptsächlich verwendeten lokalen Baumaterial – Tonziegeln.
  • Viele der Gebäude sind mit diesen “Brique foraine”, die bis in die Antike zurückgehen, erbaut.
  • Diese verleihen den Fassaden schillernde Farben, die zu jeder Tageszeit anders aussehen, von sanftem Rosa bis hin zu leuchtendem Orange.

Gestern noch Hauptstadt der Westgoten, heute Hauptstadt der Aeronautik und der Weltraumfahrt”, steht auf der Homepage der Stadt. An jeder Ecke gibt es, besondere Dinge und wunderschöne Gebäude zu entdecken.

  • Bereits die Römer lebten hier und haben ihre Spuren hinterlassen.
  • Bis 1229 war die Stadt Hauptstadt des Languedoc.
  • 400 Jahre dauerte die Blütezeit der Katharerhochburg.
  • Erst die Kreuzritter machten dem ein Ende.
  • Doch das bedeutete nicht den Niedergang. Etwa 70 Privathäuser wurden durch Pastellhändler in der Zeit der Renaissance gebaut. Viele von ihnen wurden wunderschön restauriert.
Stadthaus mit Skulpturen und geschmiedeten Balkongittern

Immer wieder entdecken wir reiche Bürger- und Händlerhäuser

Attraktive und charmante Metropole

Heute leben 115.000 Studenten in Toulouse und prägen vor allem einen Stadtteil.

Der Platz vor dem Capitole ist voller Leben – Treffpunkt von Einheimischen und Touristen – das riesige Okzitanerkreuz ein beliebter Fotostopp.

Die Kirchen der Stadt bieten das größte romanische Bauwerk Europas, aber auch herausragende gotische Gotteshäuser gibt es.

Und die mächtig durch Toulouse fließende Garonne teilt die Stadt in zwei völlig unterschiedliche Gebiete und bietet viele schöne Stadtansichten mit den sich im Wasser spiegelnden Gebäuden und den im 18. Jahrhundert entstandenen Promenaden.

Dazu kommen zahlreiche Veranstaltungen, Festivals und Museen.

Und auch die verschiedensten Geschäfte laden  zum Schaufensterbummel, stöbern und einkaufen ein.

Leicht lassen sich hier mehrere Tage verbringen. Wir aber beschränken uns auf einem Tag und kommen sicher wieder. Toulouse hat Charme finden wir. In der Innenstadt, ist von der Hektik einer großen Metropole nicht viel zu bemerken. Dabei hat die viertgrößte Stadt in Frankreich über 450.000 Einwohner. Im Großraum leben sogar fast 750.000 Menschen.

Viele Highlights in der Innenstadt lassen sich gut zu Fuss erreichen, für eine bessere Detailansicht die Karte weiter vergrößern.


Stadtbesichtigung Toulouse Vormittag

Als wir gegen 9 Uhr am Platz aus der Metro am Platz Jeanne d’Arc steigen ist noch nicht viel los. Erst langsam öffnen die Geschäfte, auch in den Cafes ist der Betrieb noch übersichtlich.

Tagesplanung mit der Touristeninformation

Hinter dem Capitole befindet sich die Touristeninformation von Toulouse

Die Touristeninformation ist in einem alten Turm untergebracht

Wir starten unsere Stadtbesichtigung wie immer mit einem Besuch bei der Touristeninformation. Diese ist sehr leicht zu finden, denn sie ist in einem mittelalterlichen Turm (Donjon) direkt hinter dem Capitole, dem Rathaus von Toulouse, untergebracht. Und einen Stadtplan gab es ja auch schon auf dem Campingplatz.

  • Die Mitarbeiter hinter den Schaltern haben schon gut zu tun und beraten in verschiedenen Sprachen.
  • Wir werden gefragt, ob extra eine Kollegin kommen solle, die Deutsch spricht, einigen uns aber dann gemeinsam auf Englisch.
  • Zusätzlich werden wir mit reichlich Kartenmaterial und Informationen versorgt.
  • Und es gibt auch wirklich gute Tipps, was wir bei unserem Tagesbesuch unbedingt besichtigen sollten.
  • Besonders wurden wir auf die vielen kostenfreien Angebote hingewiesen.

Erster Stopp Stadtbesichtigung: Arkaden und Place du Capitole

Moderne Malerei in den Arcaden

Die Decken der Arkaden sind mit Szenen aus der Stadtgeschichte bemalt.

Unser erstes Ziel ist gleich nebenan. Rund um den Place du Capitole, den großen zentralen Platz von Toulouse, genießen wir das Ambiente. In den Arkaden an der Stirnseite geht unser Blick nicht nur in die schönen Cafés und ihre Auslagen mit Leckereien, sondern auch immer wieder nach oben.

Die Gewölbe sind mit moderner Malerei geschmückt. Die bunten Bilder von Raymond Morettei zeigen die Stadtgeschichte. Davor sitzen schon die ersten Cafébesucher auf dem Platz und genießen den Blick auf das Rathaus. Auch uns gefällt der Platz gut.

Im frühen Morgenlicht ist das Kreuz mit den Sternzeichen in der Mitte noch nicht gut zu erkennen. Dafür haben wir es fast ganz für uns, denn es sind noch kaum Touristen unterwegs.

Zweiter Stopp Stadtbesichtigung: Rathaus Capitole

Das majestätische Rathaus dominiert den Platz. Die 135 Meter breite Fassade aus rosa Ziegeln stammt aus dem 18. Jahrhundert. Namensgeber sind die acht Ratsherren (Capitouls), die ab dem 12. Jahrhundert die Stadt regierten.

In den Boden ist das Okzitanerkreuz eingelassen.

Das Capitole dominiert den Platz, davor ist das Ozitanerkreuz.

  • Durch die mächtige Tür betreten wir einen Innenhof.
  • Dabei müssen wir dem Wachmann den Inhalt unseres Rucksacks präsentieren.
  • Überall gelten verstärkte Sicherheitsmaßnahmen.
  • Das Besondere: die Räume im ersten Stock stehen der Öffentlichkeit offen und können kostenfrei besichtigt werden.
Große Wandgemälde im Treppenhaus des Capitole

Das Treppenhaus im Rathaus ist üppig gestaltet

Schon beim Erklimmen der Prunktreppe entlang mächtiger Gemälde mit Szenen eines Troubadourwettstreits steigt die Erwartung.

Die erreichten Repräsentationsräume der Stadt laden zum Verweilen und Entdecken ein.

Reiche Decken- und Wandgemälde wechseln sich mit Säulen, Skulpturen, Fenstern und Spiegeln ab

Der Prunksaal im ersten Stock des Capitole wurde von 20 Künstlern gestaltet

Im Salle des Illustres, einem mächtigen Prunksaal mit Deckengemälden und Spiegeln, sind die Werke, die die Geschichte der Stadt zeigen, besonders prächtig. 20 Maler und Bildhauer der Stadt waren bei der Gestaltung beteiligt. Länger verweilen wir hier, jeder Eindruck ist neu.

Dritter Stopp Stadtbesichtigung: Markthallen am Place Victor Hugo

Als nächstes zieht es uns zu einem weiteren Highlight in der Stadt. Am Platz Victor Hugo gibt es einen überdachten Lebensmittelmarkt, der als Feinschmeckermekka gilt. Hier herrscht reges Treiben.

Sehr gut sortierte Auslage eines Käseverkäufers

Hier gibt es köstlichen Käse aus der Region

Köstlicher Käse, ganze Schinken, Spezialitäten der Region und sogar Teile vom Spanferkel landen in den Einkaufstüten. Überall wird gefeilt, erzählt und probiert. Und auch der Bummel und das Zusehen sind ein wahrer Genuss.

Der Markt bietet eine Fülle von Regionalen Köstlichkeiten

Liebevoll präsentierte Spezialitäten aus der Region

Die verschiedensten hochwertigen Waren sind liebevoll präsentiert und die Verkäufer kontaktfreudig.

Dazu kommen verlockende Düfte und hin und wieder ein Schälchen mit Probierhäppchen.

Im ersten Stock gibt es übrigens eine Galerie, wo von 12 bis 14.30 Uhr in mehreren kleinen Lokalen hervorragendes Essen zubereitet wird. Doch leider ist es dafür noch viel zu früh, und die eifrig putzenden Mitarbeiter sehen uns erstaunt an, als wir einen neugierigen Blick durch die Tür werfen.

Vierter Stopp Stadtbesichtigung: Basilika Saint-Sernin

Durch gewundene Gassen erreichen wir unsere nächste Etappe, die romanische Basilika Saint-Sernin. Den markanten hohen Turm haben wir bereits vorher immer wieder über den Dächern der Stadt erblickt.

Gezeichnetes Modell der Basilika Saint-Sernin

Im Modell wird die Größe des romanischen Bauwerks besonders deutlich

  • Die Kirche stammt aus dem elften Jahrhundert und ist aus Stein und Ziegeln erbaut.
  • Sie ist eines der größten romanischen Gebäude der westlichen Welt und seit 1998 UNESCO-Welterbe.
  • Die Ausmaße werden erst beim Spaziergang um das Gotteshaus herum so richtig deutlich.
  • Dabei nehmen wir auch immer wieder den achteckigen Glockenturm in den Fokus. Der in Etagen errichtet und durch Buchten mit kleinen Säulen gegliedert.
  • Die Stadt plant bereits Verbesserungen. Bis 2019 soll der Platz um die mächtige Kirche zur Fußgängerzone und der Klostergarten öffentlicher Park werden.
Blick auf die riesige romanische Kirche mit dem achteckigen Glockenturm

Die Basilika Saint-Sernin gilt als eine der größten romanischen Kirchen

In Material, Farbe und Stilelementen erinnert uns Saint-Sernin an Kirchen in der Toskana oder einigen Regionen Nordspaniens. Im Inneren präsentieren sich klare Seitenschiffe, ein für die damalige Zeit ziemlich hohes und breites Mittelschiff und sonst ein Sammelsurium aus Stilen und Anbauten.

Saint Sernin war ein Bischof und Märtyrer aus dem dritten Jahrhundert.

Seine Wallfahrt wurde so groß, dass eine eigene Kirche entstand.

Weitere Bedeutung erlangte der Ort, als Toulouse wichtige Etappe auf dem Pilgerweg wurde.

Leider ist der Zugang zur Krypta für uns nicht mehr möglich, eine Mitarbeiterin ist erkrankt und so wird gerade geschlossen als wir ankommen.

Fünfter Stopp Stadtbesichtigung: Ufer der Garonne und Espace EDF Bazacle

Ein Besichtigungspunkt geht noch auf unserem Stadtrundgang durch Toulouse vor dem Mittagessen. Vielleicht entdecken wir ja auch ein nettes Restaurant auf dem Weg zur Garonne. Aber wir haben kein Glück. Im Studentenviertel rund um die Universität, sehen wir viele interessante Burger- und Sandwichbars, aber nicht das von uns gewünschte typische kleine Lokal.

Blick auf die Garone und die Brücke Pont St-Pierre

Bei gutem Wetter sind die Stufen an der Garonne ein beliebter Aufenthaltsort

Am Ufer der Garonne sitzen viele Menschen auf den Stufen am Fluss und genießen mit ihrem vorher gekauften Mittagessen die Sonne und das Ambiente. Hier trifft auch der Canal de Brienne auf den Fluß. Mit diesem sollen die Stromschnellen der Garonne umgangen werden.

Von der schwimmenden Mühle zur Energieerzeugung

Direkt am Garonneufer ist ein weiteres Highlight unserer Stadtbesichtigung. Dort, wo bereits im zwölften Jahrhundert die ersten schwimmenden Mühlen verankert waren und später andere Industrie angesiedelt war, verwandelte der Energieerzeuger aus Toulouse eine Mühle in ein “Wasserkraftwerk”. Dieses kann besichtigt werden.

Blick auf die Stromschnellen der Garonne und das historische Wasserkraftwerk

Das Wasserkraftwerk von Toulouse nutzt die Macht des Stromes.

Im „Espace EDF Bazacle“, das uns die nette Dame in der Touristeninformation wärmstens ans Herz gelegt hat, haben wir von einem Balkon einen unvergleichlichen Blick auf die gewaltigen Wassermassen im Fluß und die Brücke Pont St-Pierre. Gespannt beobachten wir das Brodeln in der hier angelegten Fischtreppe. Aber leider zeigt sich heute kein Fisch. Einige der Kammern im unteren Stockwerk des Gebäudes, durch das früher das Wasser über die Antriebsräder geleitet wurde, sind zu besichtigen.

Das Gebäude Espace EDF Bazacle liegt direkt am Fluss

Seit dem 19. Jahrhundert wird hier Strom mit Wasserkraft gewonnen

  • Seit dem 19. Jahrhundert wird hier mit Wasserkraft Elektrizität gewonnen.
  • Samstag und Sonntag (16 Uhr)  ist in Begleitung die Besichtigung des Maschinenraums möglich.
  • Doch auch durch das Schaufenster ist der Blick auf die historischen Generatoren eindrucksvoll.
  • Zusätzlich gibt es eine gut gemachte Ausstellung zur Energieerzeugung mit Schwerpunkt Wasserkraft, zum Fluss und seiner Flora und Fauna und wechselnde Kunstausstellungen.

Highlight für die Mittagspause

Sechster Stopp Stadtbesichtigung: Mittagessen in den Markthallen Victor Hugo

Für das Mittagessen steuern wir nun doch noch die Markthallen an. Eine gute Entscheidung, obwohl wir für französische Verhältnisse schon sehr spät sind, ist es knallvoll.

Teller und Serviette

Unsere Wahl zum Essen fällt auf “Le Leouchebem”

Die Auswahl an Speisen auf den Tellern sieht sehr verlockend aus und auch die Speisekarten an den Wänden versprechen Gutes. Wir entscheiden uns für „Le Louchebem“, mit der Bar in der Mitte, wo man auch nach seinem Tisch fragen muss.

Auf die Tische über den Markthallen kommen Köstlichkeiten aus regionalen Produkten

Die kleinen Restaurants in den Markthallen sind ein beliebter Treff für die Mittagspause

Dicht an dicht sitzen hier die Gäste, fast wie die Ölsardinen. Das Publikum ist dabei bunt gemischt. Geschäftsleute speisen neben Marktbeschickern, Kunden, Familien und Touristen. Damit der Hintermann sich setzen kann, wird der (sehr) kleine Tisch herausgezogen und danach wieder positioniert. Draußen auf dem beheizten Balkon ist ein wenig mehr Platz.

Schokoladenkuchen, Vanillesoße und Sahne

Zum Nachtisch gibt es Schokoladenkuchen und viele andere leckere Dinge

Unser Drei-Gänge-Menü kostet, inklusive einem halben Liter Wein (rose oder rot), 18 Euro. Eine Flasche Wasser steht sofort ohne Nachfragen auf dem Tisch. Dabei gibt es eine große Auswahl an Gerichten. Auch das Essen à la carte ist möglich. Wir können nicht alles übersetzen, was im Menü angeboten wird und bestellen spontan. Der eingelegter Hering mit Kartoffeln ist köstlich und auch die Vorspeise vom Markt, heute Nierchen in einer Champignon-Creme-Soße, mundet. Danach gibt es Spießchen mit Entenfleisch und ein dünnes Stück Rindfleisch. Und auch der Nachtisch schmeckt.

Satt und zufrieden machen wir uns weiter auf unsere Erkundungstour durch Toulouse.

Wer also gerne gut und deftig isst und auch vor einem kleinen Abenteuer nicht zurückschreckt, ist hier genau richtig. Alle Zutaten kommen frisch vom Markt und sind aus der Region.

Allerdings, was jetzt genau alles zur Auswahl stand, konnten wir nicht übersetzen, und so haben wir uns überraschen lassen.


Stadtbesichtigung Nachmittag

Siebter Stopp Stadtbesichtigung: Kathedrale Saint Etienne

Blick von der Seite auf die gotische Kathedrale von Toulouse

Die Kathedrale von Toulouse wurde über einen längeren Zeitraum erbaut und erweitert

Nächstes Ziel ist die Kathedrale Saint-Etienne. Diese erreichen wir entlang einer der Hauptstraßen, bevor wir auf den schönen Platz einbiegen, an dessen Stirnseite die Bischofskirche liegt. Die gewaltige  Kirche wurde zwischen dem 13. und 17. Jahrhundert mit einer Kombination zwischen nördlichen und südlichen gotischen Stilen erbaut.

Turm, Portal und Rosettenfenster der Kathedrale Saint Etienne

Die Front der Kathedrale von Toulouse erinnert an italienische und spanische Kirchen

Die 500 Jahre Bauzeit führte zu einer ungewöhnlichen Vielfalt an Formen in der Bischofskirche, sie wirkt nicht ganz ausgewogen. Dennoch fügen sich Turm, Portal und Rosettenfenster zu einem Ganzen zusammen. Im Inneren sind noch wenige Reste des romanischen Vorgängerbaus vorhanden. Das Kircheninnere mit dem außergewöhnlich breiten Kirchenschiff wird aktuell renoviert und ist deshalb nicht zugänglich. Die beeindruckende Front erinnert uns an Kirchen aus Norditalien oder Nordspanien.

Achter Stopp Stadtbesichtigung: Pont Neuf

Entlang mondäner Geschäfte und herrlicher Stadthäuser spazieren wir wieder zurück zur Garonne und über die Pont Neuf. Sie ist die älteste noch erhaltene Flussbrücke der Stadt und etwa 220 Meter lang.

Die älteste Brücke von Toulouse

Die Pont Neuf hat schon viele Hochwasser überstanden

  • 1632 wurde sie nach abenteuerlicher Bauzeit fertiggestellt und in Dienst gestellt.
  • Seitdem hat sie alle Hochwasser überstanden.
  • Da die Garonne an dieser Stelle eine leichte Linkskurve macht, befindet sich die tiefste Stelle nicht in der Mitte, sondern näher an der Altstadt, und die sieben Bögen sind ungleichmäßig.
  • Große Durchläufe sollen das Bauwerk bei Hochwasser vom Wasserdruck entlasten.
  • Die Brücke ist eine wichtige Verkehrsachse und neben uns sind viele andere Fußgänger, Jogger und Radfahrer hier unterwegs.
  • Immer wieder bleiben wir beim Spazieren stehen und genießen den abwechslungsreichen Blick über den Fluss, die Spiegelungen des Wolkenspiels über dem Wasser  und auf  die Dächer der Stadtteile beider Ufer.

Nach Umrunden des kleinen Wasserschlosses, das hier im 19. Jahrhundert entstanden ist, machen wir uns wieder zurück auf den Weg in die Altstadt.

Das Kirchengebäude und der Turm des Couvent des Jacobins ragen hoch über die Dächer

Blick vom Fluss auf das markante Konvent der Jakobiner

Neunter Stopp Stadtbesichtigung: Couvent des Jacobins

Auf dem Rückweg zum Capitole bietet sich noch ein weiterer Besichtigungspunkt an. Das Convent der Jakobiner ist ein schönes Beispiel südgotischer Architektur und wurde ab 1229 als Dominikanerkloster erbaut. Der 1215 in Toulouse durch den heiligen Dominikus gegründete Predigerorden spielte eine wichtige Rolle bei der Eröffnung der Universität in dieser Zeit.

Innenraum in der Kirche des Canvent der Jakobiner

Das Palmengewölbe der alten Dominikanerkirche in Toulouse

Ein bekanntes “Palmengewölbe” auf schlanken Säulen gestaltet den hellen Kirchenraum. Die Kirche wurde im Jahr 2015 komplett renoviert, ein Kreuzgang und ehemalige Klostergebäude können ebenfalls besichtigt werden.

Zehnter Stopp Stadtbesichtigung: Galeries Lafayette

Leider ist unser letztes Ziel (wieder ein Tipp der Dame aus der Touristeninformation) wegen einer geschlossenen Gesellschaft nicht zugänglich. Im sechsten Stock des Kaufhauses gibt es ein Café und die Besucher haben von dort aus einen tollen Blick auf die Stadt. Doch heute ist dieses für die Öffentlichkeit geschlossen. Lange Gesichter nicht nur bei uns, sondern auch bei vielen anderen, die mit uns im Aufzug stehen. Diese Location ist bei den Einheimischen sehr beliebt und ein echter Insidertipp. Eine ähnliche Alternative finden wir nicht uns so beschließen wir unseren Stadtbesuch in Toulouse mit einem Bummel durch die Geschäfte.


Ein Tag Toulouse: Echte Empfehlung

Jugendstil: Brunnen, enster und Balkone an einem der Plätze in der Innenstadt

Ein Brunnen mit geflügelten Wesen in der Innenstadt von Toulouse

Toulouse ist eine schöne und sehr sympathische Stadt lautet unser Fazit nach einem intensiven Tag. Wir haben sehr viel gesehen und viel erlebt und dabei kaum Geld ausgegeben.

Besonders ist uns auch die Fahrradfreundlichkeit aufgefallen.

  • Überall gibt es Fahrradwege (550 Kilometer insgesamt) und Leihfahrräder.
  • VélÔtoulouse ist der Selbstbedienungs-Fahrradverleih der Stadt Toulouse. Die erste halbe Stunde der Nutzung ist kostenlos.

Um Toulouse und vor allem auch die schönen Museen und anderen Sehenswürdigkeiten zu entdecken, wären eher drei bis fünf Tage angemessen. Aber an einem Tag konnten wir schon sehr viel sehen und erleben.

Uns zieht es aber weiter zu unserem nächsten Reiseziel, dem Canal du Midi, der hier in Toulouse beginnt und dem wir jetzt zum Mittelmeer folgen wollen.

Fazit

Toulouse wollen wir aber sicher wieder ansteuern und dann einen Rundgang bei Airbus mit einplanen, um die Abläufe in den Fabriken und am Fließband zu sehen, das Weltraummuseum Cité de l’Espace besuchen und vor allem einen noch ausgedehnteren gemütlichen Stadtbummel machen, um weitere schöne Ecken zu entdecken. Und ein weiteres Mittagessen in den Markthallen ist sowieso schon gesetzt.


Ausführliche ReiseTipps Toulouse

Anreise mit PKW und Wohnmobil

  • Aus Süddeutschland bietet sich die Autobahn bis Chalon-sur-Saone an.
  • Dann auf die N79 wechseln.
  • Auf der N79 bis hinter Paray le Monial fahren.
  • Um Vichy ist sehr viel Verkehr, deshalb haben wir auf dem Rückweg eine kleinere aber besser zu fahrende Nationalstraße als Alternative gewählt.
  • Bei Riom geht es auf die A75 (besser kurzes Stück bezahlen als mühsam durch Stadtverkehr quälen).
  • An der Ausfahrt 42 dann auf die N88 in Richtung Toulouse abbiegen.

Vorsicht: Inzwischen gilt Tempo 80 für die französischen Landstraßen (außer eine höhere Geschwindigkeit ist angegeben) und wenn ein Blitzer angekündigt wird, dann steht da auch einer.

Campingplatz Toulouse

Camping Toulouse Le Rupe, 21 chemin du Pont de Rupe, 31200 TOULOUSE NORD

  • Einfacher Stadtcampingplatz zwischen Freizeit- und Industriegebiet
  • Zufahrt beschildert, bewacht
  • Kosten mit ACSI 17 Euro
Wohnmobil auf dem Stadtcampingplatz Le Rupe

Der Campingplatz von Toulouse ist ideal für einen Stadtbesuch

An der Rezeption gibt es einen Stadtplan, eine Erklärung wie es in die Stadt geht und die Tickets für die öffentlichen Verkehrsmittel. Auch mit dem eigenen Fahrrad fährt es sich gut in die Innenstadt.

So geht es in die Stadt

  • Mit Bus 59 (zu Fuß vom Campingplatz links und über die Canalbrücke, knappe 5 Minuten), die Bushaltestelle ist gleich auf der linken Seite (der Bus fährt in Fahrtrichtung rechts, also nicht die große Straße überqueren)
  • Sechs Stationen bis zur Metrostation La Vache (Endhaltestelle Bus)
  • Metro: Linie B in die Stadt

Fremdenverkehrsamt Toulouse

Das Fremdenverkehrsamt von Toulouse ist in einem Turm mitten in der Stadt hinter dem Capitole untergebracht.

Donjon du Capitole
Square Charles de Gaulle

  • 1. Juni bis 30. September
    Montag bis Samstag von 9.30 Uhr bis 19 Uhr, Sonntags und an Feiertagen von 10 Uhr bis 18 Uhr
  • 1. Oktober bis 31. Mai
    Montag bis Samstag von 9.30 Uhr bis 18 Uhr, Sonntags und an Feiertagen von 10 Uhr bis 18 Uhr

Ticket: Pass Tourisme Toulouse

  • Wer mehr Zeit hat und sich auch Museen und andere Sehenswürdigkeiten anschauen möchte, für den ist der Pass Tourisme eine gute Alternative.
  • Hierin sind die öffentlichen Transportmittel und Museen und Monumente enthalten.
  • Viele weitere Attraktivitäten gibt es zu ermässigten Preisen.
  • In der Nebensaison gelten Spezialpreise.

Tipp Ausflugsziel in der Region

Wenn Ihr in der Region seid, kann ich Euch einen Ausflug zur Höhle von Niaux am Rand der Pyrenäen sehr empfehlen. Da könnt Ihr 14.000 Jahre alte echte Höhlenmalerei sehen und in der Höhle auf Abenteuertour gehen. Auch ein tolles Ziel für Familien.


DANKE

Danke an die Mitarbeiter im Capitole und die Verwaltung der Stadt für die Erlaubnis, hier zu fotografieren. Ebenso ein herzlicher Dank an die Mitarbeiterinnen der Kirche der Jakobiner und den Verantwortlichen für die Fotoerlaubnis. Ich bedanke mich auch bei edf für den freundlichen Empfang und die Möglichkeit eigene Fotos zu machen.


Reisetipp Toulouse: Stadtbesichtigung an einem Tag mit 10 Höhepunkten, inklusive Campingplatzbeschreibung #Toulouse #Stadtbesichtigung #hinfahren #Südfrankreich #GaronneWenn Dir dieser Beitrag gefallen hat, dann sag es doch weiter.

Ich freue mich auf Kommentare und Anregungen und wünsche eine gute Fahrt zum nächsten Reiseziel.