Aktualisiert von Katja

Voller Eindrücke vom Aufenthalt im Nationalpark da Peneda-Gêres setzen wir unsere Rundreise im Wohnmobil durch Portugal in Richtung Douro-Tal fort und erleben wunderbare unbekannte Landschaften.

Rind mit großen Hörnern und Heiligenfigur in  Portugal

Begegnung unterwegs

Rundreise durch Nord-Portugal mit dem Wohnmobil

Schweren Herzens trennen wir uns von dem ruhigen Stellplatz im Bergdorf vor dem Felsmassiv von Gêres, wo wir zum zweitem Mal einen sehr schönen Tag verbracht haben. Jetzt geht es weiter in Richtung Douro. Grobrichtung ist dabei zuerst Vila Real.

Durchs Hinterland nach Mondim de Basto

  • Der N308-4 folgen wir in Richtung Guimares bis wir die N103 erreichen.
  • Auf dieser fahren wir mit unserem Kastenwagen nur ein paar Kilometer bis zur N311.
  • Hier biegen wir ab in Richtung Mondim de Basto.
  • Dieser Beschilderung folgen wir jetzt weiter über viele kleine und große Straßen.
  • Im Reiseführer „Mit dem Wohnmobil nach Portugal„* ist eine andere Streckenführung beschrieben, die auch sehr gut klingt.

Wir müssen immer wieder die Straße wechseln. In dieser Region haben wir uns schon einmal sehr gründlich verfahren. Navi, Karte und Ausschilderung passen wirklich nicht zusammen. Lass Dich nicht verwirren und folge immer der Beschilderung Mondim de Basto.

Traumplatz mit weitem Blick ins Land

Wohnmobil auf der Straße zur Wallfahrtskirche Nossa Senhora da Graça

Unser Wohnmobil bei der Anfahrt zur Wallfahrtskirche Nossa Senhora da Graça

Durch das Land des Vino Verde erreichen wir dann endlich Mondim de Basto. Gefühlt sind wir kreuz und quer gefahren. Schon von weitem haben wir aber bereits unser nächstes Ziel gesehen. Die Wallfahrtskirche Nossa Senhora da Graça liegt ganz oben auf einem steilen Kegelberg, der immer wieder in der Ferne auftaucht.

Über eine gut ausgebaute Straße gelangen wir in vielen Schleifen um den Berg herum auf den Gipfel auf etwa 990 Metern und parken unseren Kastenwagen genau unterhalb der Wallfahrtskirche mit genialem Blick übers Land. Was für ein Platz! Den Tipp haben wir aus dem Reiseführer „Mit dem Wohnmobil nach Portugal„*.

Wallfahrtskirche Nossa Senhora da Graça Portugal

Wir erreichen mit dem Wohnmobil unser Ziel die Wallfahrtskirche Nossa Senhora da Graça

  • Heute ist hier nichts los.
  • Aber zu Wallfahrtszeiten sieht das ganz anders aus.
  • Viele Parkplätze zeugen von riesigen Menschenmengen, sie sich regelmäßig auf den Weg machen.
  • Leider sind wir zu spät für ein Mittagessen in der einfachen Gaststätte auf dem Gipfel.
  • Lange genießen wir den Blick und die besondere Atmosphäre.
  • Der Platz ist sicher auch für eine Übernachtung geeignet. Doch es zieht uns weiter.
Befestigung aus der Bronze- und Eisenzeit in Portugal

Mauern im Castro aus der Bronze- und Eisenzeit „Crastoeiro“

Bei der steilen Abfahrt, bei der wieder auf eine andere Straße geraten, entdecken wir noch ein Castro aus der Bronze- und Eisenzeit „Crastoeiro“, das wir begeistert erkunden. Dabei finden wir verschiedene Schalensteine und und in die Felsen gearbeitete Spiralen (typisch für die späte Bronzezeit). 

Auf der N304 durch den Parque Natural do Alvão

Die N304 auf dem Weg zum Parque Natural do Alvão

Die Straße windet sich den Berg hinauf und die Landschaft wird immer karger

Die Weiterfahrt auf der N304 zur IP4 ist für mich eine weitere der schönsten Strecken des Landes.

  • Die Straße streift auch den Parque Natural do Alvão und führt durch völlig gegensätzliche Landschaften.
  • Dabei ist sie mit dem Wohnmobil gut zu bewältigen.
  • Die Straße ist gut ausgebaut und bietet immer wieder überraschen Ausblicke auf den Gebirgskamm, ins Tal und auf grüne Landschaft.
Aussichtspunkt am Wasserfall in Portugal

Auf dem Weg zum Aussichtspunkt auf die „Fisgas de Ermelo“

Bei unserer Fahrt durch Nord-Portugal führte uns ein Stück durch diesen unbekannten Nationalpark mit schroffen Abhängen und kleinen Dörfern.

  • Parkplätze oder Möglichkeiten zum Anhalten gibt es kaum.
  • Auf der Suche nach einem Platz für ein Mittagessen sind wir erst in einem Bergdorf gelandet, wo nix mehr weiter ging und dann voller Hoffnung der Ausschilderung zu einem Wasserfall gefolgt.
  • Vor der Brücke über den Rio Olo folgen wir der Beschilderung Fisgas (Wasserfälle).
  • Die Schilder führen uns immer weiter den Berg hinauf bis zu einem sehr schrägen Parkplatz mit Aussichtspunkt auf den größten Wasserfall Portugals.
  • Der Olo bahnt sich hier seinen Weg zwischen hohen Felsen hindurch und stürzt an den „Fisgas de Ermelo“ 250 Meter  hinunter.

Es ist ein wirklich schöner Ort. Von hieraus sind auch verschiedene interessante Wanderungen ausgeschildert.

Straße durch karge Berge in Portugal, auf dem Bergkamm stehen Windräder

Straße kurz vor dem Alto de Velão

Zurück auf der N304 wird die grandiose Landschaft immer schroffer und karger. Granitgestein und Hochgebirgsvegetation wechseln sich ab. Am Bergsattel Alto de Velão drehen sich die Windräder im Wind. Dann ändert sich die Vegetation radikal und die Weiterfahrt ins Tal und zur Schnellstraße IP4 geht weiter durch dichten Mischwald.

Abstecher nach Amarante

Blick auf die Klosterkirche und die historische Brücke in Amarante

Mit dem Wohnmobil erreichen wir Amarante am Rio Tamega

Wir erreichen die IP4. Von hieraus ist ein Abstecher nach Amarante möglich.

  • Keine 30 Minuten dauert die Fahrt auf der gut ausgebauten Schnellstraße.
  • Im Ort fällt uns die Orientierung nicht leicht.
  • Die Stadt ist auf beiden Ufern des Rio Tâmega, einem Nebenfluss des Douro, gewachsen.

Auf der Suche nach einem Parkplatz machen wir auch eine kleine Stadtrundfahrt und überqueren mit unserem Kastenwagen auch die alte Brücke Ponte de São Gonçalo. Wieder einmal sind wir froh, dass unser Fahrzeug nicht breiter ist. Das Wohnmobil hinter uns, hat sichtlich Mühe über das schmale historische Bauwerk zu fahren. Beim Bau im 18. Jahrhundert hat man sicher noch nicht an den heutigen Verkehr gedacht. Dennoch wird die Brücke regulär befahren.

An der Straße zum Campingplatz finden wir schließlich einen Parkplatz und machen uns auf zur Stadtbesichtigung. Besonders die Straßen und Gebäude rund um die alte Brücke auf beiden Seiten des Flusses gefallen uns gut. Und wir werfen einen ausgiebigen Blick in die Klosterkirche und gehen in einem der stilvollen Cafés gemütlich Kaffee trinken.

Der vorher in einem Reiseführer gefundene Übernachtungsplatz ist ein Flop. Der Parkplatz zwischen Fluss und Markt hat eine extrem steile Zufahrt und ist total zugeparkt. Nur mit Glück und Rangieren kommen wir wieder heraus. Wir wollen aber noch ein wenig bleiben.

  • Wie gut, dass es auch einen einfachen Campingplatz in Amarante gibt.
  • 10 Euro kostet für uns die Übernachtung.
  • Im Rondell in der Mitte finden wir auf Kopfsteinpflaster einen relativ geraden Platz für die Nacht, der uns zusagt.
  • Die Sanitäranlagen sind alt, aber sauber und beim Duschen gibt es viel warmes Wasser.

Zum Tagesabschluss sitzen wir noch vor dem Wohnmobil. Unser portugiesischer Nachbar hat seinen Fernseher auf voller Lautstärke, aber das gehört irgendwie dazu.


Tipp: Weiterfahrt nach Porto

Die Eisenbrücke über den Douro ist ein Highlight des Stadtbesuches in Porto

Falls Du Porto nicht kennst, dann kannst Du von Amarante aus die Autobahn nehmen und erreichst die sympathische Stadt an der Mündung des Douro nach rund einer Stunde Fahrt.

Der einfache Campingplatz Parque de Campismo de Salgueiros (städtischer Platz von Canidelo), R. Rua do Campismo, 263, 4400-397 Vila Nova Gaia, ist ideal für den Stadtbesuch.

  • Der Bus ins Zentrum hält fast direkt vor der Tür. Etwa 20 Minuten braucht der Busfahrer für die Fahrt und saust dabei in atemberaubendem Tempo durch engste Gassen.
  • Hier kannst Du auch im Meer schwimmen gehen und die Restaurants und Bars am Meer genießen (Entfernung etwa 500 Meter).
  • Günstig ist der einfache Campingplatz auch noch.
  • Viele der Plätze sind von portugiesischen Dauercampern belegt. Mit einigen kommen wir ins Gespräch.

Besichtigungsvorschläge für Porto

  • Bahnhof Sao Bente mit bunten Azulejos
  • Kathedrale und Kreuzgang
  • Börsenpalast mit Prunksaal und Arbeitszimmer von Eiffel (rechtzeitig um Besuchszeit kümmern, wir brauchten mehrere Anläufe)
  • Dourobrücke Ponte Dom Louis I
  • Portwein-Hersteller: Taylor’s, Cálem
  • Seilbahn über den Douro mit tollem Blick
  • „Capela das Almas“, vollständig mit Azulejos verkleidet (Rua Santa Catarina 428)
  • Markthalle Mercado Bolhao
  • Livraria Lello (Buchhandlung komplett im Jugendstil)

Wir haben genau diesen Weg von Amarante aus beim letzten Besuch gewählt und fahren jetzt aber in die andere Richtung auf der IP4 bis nach Vila Real.

Unsere Reiseroute triffst Du nach dem Abstecher nach Porto dann wieder in Peso da Regua. Dazu fährst Du von Porto einfach entlang des Douro, viele Eindrücke und schöne Blicke inklusive.


Übernachtung auf dem Campingplatz in Vila Real

Campingplatz in Portugal

Unser Wohnmobil auf dem Campingplatz in Vila Real

Die Stadt im Nordosten von Portugal liegt an der Kreuzung der wichtigen Straßen Porto nach Bragança und Viseu nach Chaves. Der sehr einfache städtische Campingplatz liegt in Laufnähe zu Geschäften und zur Altstadt.

  • Von der Umfahrung des Stadtzentrums ausgeschildert, aber besser die Adresse einprogrammieren, da Vila Real aus mehreren Orten zusammengewachsen ist.
  • Der Campingplatz ist nicht besonders schön, aber praktisch und sehr beliebt. Im vorderen Teil, wo wir unterkommen, stören abgestellte Wohnwagen und Wohnmobile das Bild. Wir wollen ja nur hier schlafen, also schauen wir einfach in die andere Richtung :-).
  • Hier gibt es eine gute Ver- und Entsorgung.
  • Preis etwa 20 Euro, an der Rezeption gibt es einen Stadtplan und erste Informationen zur Stadt.
  • Die Sanitärgebäude sind alt und leider nur mit Treppe und umständlich zugänglich.

Ganz gespannt machen wir uns auf zur Stadtbesichtigung. Auf einer der Palmen auf dem Weg ist ein belegtes Storchennest und auch sonst ist einiges los. Wir werfen einen Blick in die Kathedrale und schlendern noch ein wenig durch die Gassen.

Besichtigungen in der Nähe von Vila Real

  • Palácio de Mateus (Mateuspalast), etwa fünf Kilometer entfernt im Ort Mateus: Prächtiges Herrenhaus von 1745 mit barocker Fassade und Park mit Gartenanlage, Statuen und Spiegelteich
  • Santuário de Panóias, etwa sechs Kilometer entfernt beim Ort Constantim: römische Kultstätte, in Granitfelsen gegrabene Hohlräume und Treppen. Der Ort wurde später auch von anderen Völkern für Opferungen verwendet. Vorsicht, am Besten schon auf der Straße an der Zufahrt parken (auch nicht einfach). Mit unserem Kastenwagen war es sehr eng und wir mussten rückwärts wieder herausfahren.

Weiterfahrt Zum Douro-Tal

Fahrt mit dem Wohnmobil durch die Weinberge zum Douro

Über eine schmale Straße fahren wir mit unserem Wohnmobil mitten durch die Weinberge zum Douro-Tal

Von Vila Real zum Douro-Tal nehmen wir eine der kleinen Straßen nach Peso da Regua.

  • Auf den Straßenschildern steht auch manchmal nur Regua.
  • Dem Navigationsgerät, das zur Sicherheit neben dem Karte-Lesen mitläuft, haben wir verboten Mautstrecken zu nehmen, denn auch für Kurzstrecken will es uns immer wieder auf die gebührenpflichtige Autobahn schicken.
  • Immer wieder ergeben sich unterwegs schöne Blicke auf die Weinberge, das Douro-Tal und Nebentäler.
  • Alle Hänge sind bepflanzt mit Weinreben.

Keine Sorge, das war noch nicht alles aus dem Douro-Tal. Wir haben es ausgiebig erforscht und haben einige Tipps für Dich.

Reisetipp Portugal mit Wohnmobil: Rundreise zu unbekannter Natur zwischen Peneda-Geres, Porto und dem Douro-Tal


Reiserouten und Ziele in Portugal mit dem Wohnmobil


 

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Katja

Journalistin bei Hin-Fahren
ich bin Katja Hein - Journalistin & überzeugte Camperin. Mit meinen Wohnmobil-Reisebeschreibungen nehme ich Dich mit auf meine Reisen mit dem Kastenwagen. Dazu gibt es Tipps rund ums Campen & Womo.
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