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Fachwerk und leckeres Essen – Stadtbesuch Straßburg mit Wohnmobil

Für ein Wochenende mit dem Wohnmobil ist Straßburg ein sehr schönes Ziel. Auch im Winter gibt es sehr viel zu sehen. Begeistert genießen wir die Atmosphäre, Fachwerkhäuser, das Münster und vor allem sehr leckeres Essen. Ideal für den Kurzbesuch ist der städtische Campingplatz von Straßburg.

Stadtbesuch in Straßburg mit Wohnmobil: Fachwerkhäuser im Zentrum

Fachwerkhäuser im Viertel Petite France

Straßburg ist ein ideales Ziel in der kalten Jahreszeit

Da unser Kastenwagen auch eines unserer Alltagsfahrzeuge ist, fahren wir ihn im Winter komplett ohne Wasser. Das schränkt unsere Ziele etwas ein. Die Lösung sind gut ausgestattete Stellplätze und der Besuch von Campingplätzen, aber etwas sehen wollen wir dann natürlich auch noch.

In der kalten Jahreszeit machen wir sehr gerne Städtetouren. Schon lange wollten wir Straßburg im Elsass besuchen. Jetzt hat es endlich geklappt. Wir haben festgestellt, ein Wochenende ist nicht genug. Die Stadt ist wunderschön und es gibt sehr viel zu sehen.

Reisetipp Strassburg mit dem Wohnmobil: Straßburger Münster

Das gotische Münster ist das Wahrzeichen von Straßburg

Straßburg, ein paar Fakten

  • Auf Französisch heisst die Hauptstadt des Elsass Strasbourg.
  • Straßburg ist Sitz von vielen europäischen Einrichtungen. Unter anderem sitzt hier der Europarat, das Europaparlament und der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte.
  • Straßburg liegt am Rhein. Auf der anderen Seite des Flusses sind Deutschland und die Stadt Kehl.
  • Die Besiedlung der Region geht viele Jahre zurück. Hier gab es bereits eine keltische und später eine römische Siedlung.
  • Im Mittelalter war Straßburg Reichsstadt des Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation.
  • Ein Teil der Stadt, die Grande Île (Große Insel) auf der sich die Altstadt befindet, wird von zwei Armen des Flusses Ill umflossen.
  • Straßburg nennt sich auch selbst die Weihnachtsmarkthauptstadt. Denn hier findet sich einer der ältesten Weihnachtsmärkte Europas. Die Tradition geht bis 1570 zurück. Dabei ist das bunte Treiben nicht auf einen Platz beschränkt. Besucher erwarten neben leckerem Glühwein auch Kunsthandwerk, elsässischer Christbaumschmuck und kulinarische Köstlichkeiten. Sehr sehenswert ist auch der riesige Weihnachtsbaum auf dem Place Kléber.

Unterkunft auf dem Campingplatz in der Nähe des Zentrums

Reisetipp Elsass: Straßburg mit dem Wohnmobil

Unser Platz auf dem Campingplatz Strasbourg

Spontan packen wir am Samstag morgen unsere Sachen ins Wohnmobil und machen uns auf zu unserem Wochenendziel im Elsass.

Unterkunft gibt es auf dem ganzjährig geöffneten Stadtcampingplatz von Straßburg.

Dieser liegt auf der anderen Seite der Stadtautobahn in der Nähe der Porte de Schirmeck und ist nur zwei Kilometer vom historischen Stadtzentrum entfernt.

Jetzt im Winter gibt es auch ohne Reservierung einen Platz für unser Wohnmobil.

Auch Nichtcamper können hier in Hütten, Mobilheimen und niedlichen Schindelwagen unterkommen.

Schnell sind die Schuhe geschnürt und ausgerüstet mit Tipps und einem Stadtplan von der Rezeption machen wir uns auf den Weg in die Stadt. Vom Campingplatz laufen wir an einem kleinen Fluss und Park entlang bis zur Autobahn. Hier gibt es eine beleuchtete Unterführung unter der A35 für Fahrräder und Fußgänger.

Essen unter Freunden

Restaurant in Straßburg

Mittagessen auf dem Weg in die Stadt

„Was sind tripes auf Deutsch?“, fragt der Kellner die Herren am Tisch neben uns. Und eine eifrige Diskussion ist im Gange. Kutteln ist die Lösung, Magen und Pansen also. Das ist das Tagesessen heute. Es schüttelt mich. Alternativ gibt es ein „Faux filet“ und frites. Was für ein Glück, hier gibt es nämlich keine Karte. Das „falsche Filet“ als Steakersatz kennen wir und bestellen. Geduldig fragt unser Kellner wie „blutig“ wir unser Fleisch haben wollen. Die Verständigung klappt. Und dann bringt Valerian (so steht es auf seinem T-Shirt) auch noch einen Teller des Tagesessens zum probieren. Seine Freude ist riesig als wir tapfer die beliebte französische Spezialität probieren.

Wir sitzen in einem sehr einfachen Straßburger Lokal. Auf dem Weg in die Stadt sind wir spontan im „Au Gobelet D’Or“ eingekehrt (im Eckhaus gegenüber der Unterführung). Die Stimmung ist gut. Mehrere Familien genießen ihr Mittagessen und die älteren Herren aus der Nachbarschaft treffen sich hier immer am Samstag. Angeregt sprechen sie auf elsässisch und französisch miteinander.  Und auch wir werden immer wieder ins Gespräch mit einbezogen.

Das Essen ist köstlich und der einfache Wein schmeckt auch. Der Herr am Nachbartisch spricht sehr gut Deutsch. Und er will sehr genau wissen, was wir machen und warum wir in Straßburg sind. Was für ein schöner Auftakt für unseren Straßburgbesuch. Wer auch hier einkehren will. Geöffnet ist nur von Montag bis Samstag zur Mittagszeit, es gibt ein Tagesessen (auch als einfaches Menu) und alternativ das Faux filet.

Blick auf Straßburg vom Barrage Vauban

Reisetipp: Straßburg mit dem Wohnmobil - Blick auf die Stadt

Blick auf die Altstadt von Straßburg von der Barrage Vauban

Gestärkt machen wir uns nach diesem Erlebnis weiter auf in Richtung Stadtzentrum. Am Ibis Hotel erreichen wir den Fluss und spazieren weiter in Richtung Altstadt. Dabei passieren wir das in einem modernen Bau untergebrachte Musée d’art Moderne et contemporain. Auf dem Platz davor sind die Skateboarder unterwegs.

Und dann sind wir schon an der Barrage Vauban und dem Beginn der Altstadt. Der bekannte Stratege und Baumeister Marquis de Vauban hat gegen Ende des 17. Jahrhunderts das Gebäude über den Fluss als Teil seiner Verteidigungsstrategie bauen lassen. Durch die besondere Konstruktion und mit Hilfe von großen Schleusentoren konnte an dieser Stelle das Wasser des Flusses angestaut und um den südlichen Verteidigungsring von Straßburg geleitet werden.

Blick in die Barrage Vauban

Die Barrage Vauban wird als Brücke genutzt

Heute können Fußgänger es ebenerdig als Brücke nutzen. Das besondere ist aber die große Panoramaterrasse auf dem Gebäude. Von hier gibt es einen herrlichen Blick auf die Dächer der Altstadt, die Brücken, Kanäle und Gebäude im Viertel Petit France und das Straßburger Münster. Wie schön, dass wir diesen Weg in die Stadt gewählt haben, wir hätten es sonst verpasst.

Höhepunkt Stadtbesuch: Bummel durch das Viertel Petite France

Fachwerkhäuser in der Altstadt von Straßburg

Bunte Fachwerkhäuser in der Altstadt von Straßburg

Nur ein paar Schritte weiter liegt das ehemalige Viertel der Gerber, Fischer und Müller „Petite France“. Liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser in allen Formen und Größen, Brücken und Kopfsteinpflaster laden zum Bummeln ein. Es ist wie eine eigene kleine Insel und vom Fluss Ill umflossen.

Kanal, Schleuse und Fachwerkhäuser in Straßburg

Unterwegs im Viertel Petite France

Auch drei kleine Kanäle fließen durch das beliebte Viertel. Es ist gemütlich hier. Da stören auch die anderen Touristen nicht, die einem immer wieder ins Fotomotiv laufen. Wir erkunden das Viertel ausgiebig zu Fuß und lesen viele der aufgestellten Informationstafeln, die von alten Badeanstalten, Mühlen, Eiskellern und früher Industrialisierung berichten.

Reisetipp Straßburg: Baum in der Altstadt

Uralte Platane am Kanal im Viertel Petite France

Rund ums Straßburger Münster

Fassade des Straßburger Münster

Blick auf das Straßburger Münster

Den Schildern folgen wir durch die Fußgängerzone weiter zur Kathedrale. Auf dem weiten Platz vor dem Münster versammeln sich Besucher aus der ganzen Welt. Der Blick nach oben auf die Fassade und den Turm der Kirche ist wirklich beeindruckend. Hier ist auch die Touristeninformation der Stadt. Nebenan gibt es die Tickets für die beliebten Bootsfahrten (der Anleger ist nicht weit).

Die gotische Kathedrale von Straßburg wurde auf einer romanischen Bischofskirche erbaut, von der nichts mehr übrig ist. Die gotische Spitze des einzigen Turmes wurde 1439 fertig gestellt. Etwas besonderes sind die kolossale Orgel, die astronomische Uhr und die reich geschmückte Aussenfassade. Auch der Aufstieg auf die Aussichtsplattform in 66 Metern Höhe mit wunderbarem Blick über die Dächer der Altstadt lohnt sich. Am ersten Sonntag im Monat gibt es freien Eintritt. Zu Fuß geht es hinauf, belohnt werden Besucher mit einer spektakulären Sicht über die Stadt.

Gegenüber dem Münster liegt das Haus Kammerzell

Das Haus Kammerzell wurde mehrfach umgebaut

An einer Ecke des Münsterplatzes befindet sich das Haus Kammerzell. Das berühmteste Straßburger Bauwerk ist ein reich verziertes Fachwerkhaus aus der Spätgotik. Heute befindet sich in dem schönen Gebäude ein Restaurant.

Französische Würste

Spezialitäten in einem der Geschäfte im Münsterviertel

Die Altstadt rund um die Kathedrale ist das wichtigste Einkaufsviertel der Stadt. Patisserien, Bäckereien und andere Feinkostgeschäfte laden zum Probieren und Einkaufen ein. Überall gibt es etwas zu sehen und zu entdecken.

Leckere elsässische Flammkuchen

Essen gehen in Straßburg: Flammkuchen

Gehört zum Stadtbesuch einfach dazu: Flammkuchen und Wein in einer der Weinstuben im Zentrum

Elsässische Spezialitäten wollen wir auch noch probieren.

  • Und so machen wir uns am Abend noch einmal auf in die Altstadt.
  • Das geht sehr gut. Der Radweg und die Unterführung sind beleuchtet.
  • Wer noch einen Platz in einer der gemütlichen Weinstuben in der Altstadt ergattern will, der sollte vor 18.30 Uhr einen Platz suchen, danach ist es schwierig.
  • Denn da wo es gut ist, ist es auch voll.

Wir finden nach etwas suchen noch ein gemütliches Plätzchen im „Au Pont Saint Martin“. Das urige Lokal ist in einem alten Fachwerkhaus untergebracht und liegt im „Petite France“. Der Flammkuchen schmeckt. Und auch die anderen Speisen, die an uns vorbei getragen werden, sehen gut aus. Teuer ist es auch nicht.

Fazit Stadtbesuch Straßburg

Geschäft in der Fußgängerzone rund um das Münster

Geschäft in der Innenstadt von Straßburg

Der Besuch in Straßburg in der kalten Jahreszeit hat uns gut gefallen. Wir haben festgestellt, ein Wochenende ist nicht genug. Die Stadt ist wunderschön und es gibt sehr viel zu sehen. In der Adventszeit findet hier der riesige Weihnachtsmarkt statt, den wir unbedingt besuchen wollen. Inspirationen dazu habe ich mir auf dem Blog von Alexandra geholt. Weitere Anregungen zum Stadtbesuch gibt es auch auf dem Blog von „Erlebe Elsass“. Und eine Bootsfahrt müssen wir auch noch machen.


Straßburg Tipps Besichtigungen

Schiff für eine Stadtbesichtigung vom Wasser aus

Eine Schifffahrt auf dem Fluss und den Kanälen gehört in Straßburg zum Stadtbesuch dazu

  • Musée d’art Moderne et contemporain
    – Moderner Bau am Rand der Altstadt bei der Barrage Vauban
    – Werke von Picasso, Monet, Kandinsky und große zeitgenössische Sammlung
  • Barrage Vauban
  • La Petite France
    Das alte Viertel ist der malerischste Teil der Altstadt. In dem von Kanälen durchzogenen Viertel arbeiteten und lebten die Gerber, Fischer und Müller. Die liebevoll restaurierten und schönen Fachwerkhäuser stammen aus dem 16. und 17. Jahrhundert.
  • Cathédrale Notre Dame
    Die gotische Kathedrale von Straßburg wurde auf einer romanischen Bischofskirche erbaut, die gotische Spitze des einzigen Turmes 1439 fertig gestellt.
  • Musée Alsacien
    Das elsässische Museum ist in einem Bürgerhausensemble untergekommen.
  • Deutsches Kaiserviertel
    mit Bauwerken aus dem 19. Jahrhundert

Straßburg Reiseführer

Reise Know-How CityTrip Straßburg*: Reiseführer mit Stadtplan und kostenloser Web-App. Denn ein bisschen Information ist immer gut. Es gibt ja noch so viel mehr zu sehen, als ich hier beschrieben habe.

 

Straßburg übernachten mit dem Wohnmobil

Camping de Strasbourg
9, rue de l’Auberge de Jeunesse
67200 Strasbourg
Tel: +33-(0)388301996
www.camping-strasbourg.com

  • Einfacher Stadtcampingplatz
  • Davor zusätzlich Stellplätze für Wohnmobile auf dem Parkplatz
  • Bus und Bahn ins Stadtzentrum
  • Zu Fuß oder mit dem Fahrrad zwei Kilometer ins Zentrum
  • Zusätzliche Unterkunft in Mietzelten, Mobilheimen, Chalets und Zigeunerwagen

Alternativ bietet sich der Stellplatz auf der anderen Rheinseite in Kehl an.

Stellplatz am Wasserturm
Schwimbadstrasse 1
77694 Kehl

  • Etwa ein Kilometer vom Bahnhof Kehl entfernt
  • Nach Straßburg geht es dann mit der Straßenbahn

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