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Speyerer Dom – Highlight Kaisersaal und Turmbesteigung

Aktualisiert am 9. Februar 2020

Urlaub in der Pfalz: Den Speyerer Dom mit Kaisersaal und Schraudolphfresken solltest Du bei einem  Besuch in Speyer unbedingt besichtigen. Dabei kannst Du auf den Turm des Doms zur Aussichtsplattform hinaufsteigen, um den Blick auf Speyer und die Region zu genießen – nicht verpassen. Hier erfährst Du mehr zu diesem Highlight in Speyer.

Besuch im Weltkulturerbe Speyerer Dom

Speyer hat eine über 2.000 Jahre alte Geschichte. Die Dom- und Kaiserstadt am Rhein ist ein wunderbares Reiseziel in der Pfalz. Für die Besucher gibt es viele Highlights. Der große romanische Speyerer Dom gehört sogar zum Weltkulturerbe der UNESCO. Ganz in der Nähe gibt es das Judenbad aus der gleichen Zeit und verschiedene herausragende evangelische Kirchen. Und natürlich ist auch ein Bummel durch die Altstadt und über die Hauptstraße von Speyer ein MUSS bei einem Stadtbesuch.

Speyrer Dom von Westen

Das Westwerk wurde im 19. Jahrhundert angebaut und hebt sich deutlich vom Dom ab

Warum Du dem Speyerer Dom aufs Dach steigen solltest

Etwas ganz besonderes ist der Kaiserdom St. Maria und St. Stephan, der 1061 geweiht wurde. Seit rund 1000 Jahren steht die größte romanische Kirche der Welt in der Nähe des Rheins am Stadtrand von Speyer. Seit 1981 gehört das imposante Gebäude zum Weltkulturerbe der UNESCO. Der Besuch im Dom zu Speyer ist ein wirkliches Erlebnis. Ich bin immer wieder gerne dort. Aber wusstest Du, dass Du dem Dom auch aufs Dach steigen kannst? Naja, fast auf jeden Fall. Seit 2012 ist das möglich.

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Highlight Besichtigung Dom zu Speyer: Kaisersaal und Turmbesteigung

Tickets für die Besteigung des Turmes bis zur Aussichtsplattform mit tollem Blick über die Stadt und das Umland und die Besichtigung des Kaisersaals des Speyerer Doms, gibt es in der Dom-Info neben dem Kaiserdom (wenn Du davor stehst Rechts). Am besten gleich noch den Eintritt in die Krypta und Grablege im Speyerer Dom mit dazu nehmen, denn auch die solltest Du nicht verpassen und dann ist der Eintrittspreis günstiger. Hier gibt es auch den Audioguide für den Dombesuch (diesen probiere ich demnächst aus).

Wartepunkt für die Besichtigung Kaisersaal & Turm

Der Eingang zum Kaisersaal und zur Aussichtsplattform im Turm befindet sich in der Vorhalle

Alle 20 Minuten geht es in einer kleinen Gruppe nach oben zum Kaisersaal und Turm. Eingang für die Turmbesteigung ist in der nördlichen Vorhalle des Speyrer Doms. Das ist im Westbau aus dem 19. Jahrhundert, links des Eingangs, neben dem Kenotaph für Adolph von Nassau. Ein paar Stühle neben der Tür und ein dezentes Schild weisen auf den Treffpunkt hin.

Kaisersaal im Speyrer Dom

Ein junger Mann öffnet uns die Tür und begrüßt unsere kleine zusammengewürfelte Gruppe freundlich. 90 Stufen sind es bis zum Kaisersaal. Alle schnaufen, als sie angekommen sind. Nur unser Führer nicht, der uns gleich alles erklären wird. Er läuft hier öfter auf und ab.

  • Die Stufen sind gut zu bewältigen.
  • Das Treppenhaus ist nicht zu eng.
  • Es gibt keinen Gegenverkehr.
  • Und jeder bekommt soviel Zeit wie er möchte.
  • Noch warten wir auf zwei Nachzügler. Dann geht es los.
Blick in den Kaisersaal im Speyerer Dom mit Fresken und Rosetten

Der Kaisersaal ist 25 Meter hoch und erstreckt sich über die gesamte Breite der Vorhalle

Im Namen des Domkapitels begrüßt uns „M.“ im Speyerer Dom im Kaisersaal, der sich weit über uns öffnet. Der Kaisersaal erstreckt sich über die gesamte Breite des Westbaus der Kathedrale und ist 25 Meter hoch. Bereits im Mittelalter befand sich hier über dem Eingang des Speyrer Kaiserdoms ein Raum, der allerdings später zerstört wurde. Viele Jahre gab es kein Geld ihn wieder zu errichten. Dann baute Heinrich Hübsch 1854 bis 1858 in Anlehnung an die Romanik das jetzige Westwerk in neoromanischen Formen und einen neuen Kaisersaal.

Kaisersaal Dom zu Speyer: Fresken von Johann Baptist Schraudolph

Hier im Kaisersaal des Speyrer Doms hat ein ganz besonderer Schatz seinen Platz gefunden. Der Raum beherbergt neun monumentale Fresken des Malers Johann Baptist Schraudolph, die früher die Wände des Querhauses des Doms schmückten.

  • Mitte des 19. Jahrhunderts hatte König Ludwig I. von Bayern die romanische Bischofskirche im Stil der Nazarener ausmalen lassen.
  • Die Motive wählte der damalige Bischof Nikolaus von Weis.
  • Es waren Szenen, die mit der Geschichte des Speyerer Doms verbunden sind.
  • Dazu kommen, passend zum Wallfahrtsort (der Speyerer Dom ist auch Wallfahrtskirche), Elemente aus dem Marien-Zyklus.
  • Im Zuge der großen Domrestaurierung, bei der eine Rückkehr zum Ursprung – also in die Romanik – beabsichtigt war, wurden sie Mitte des 20. Jahrhunderts abgenommen und die durch sie verdeckten Fenster wieder freigelegt.
  • Im Mittelschiff des Speyerer Doms blieb der 24-teilige Marienzyklus.
Fresko des Malers Johann Baptist Schraudolph

Szenen aus dem Leben des Heiligen Bernhard von Clairvaux, im Hintergrund ist sehr gut der Dom zu erkennen, im Vordergrund links eine Heilungsszene

Der damalige Restaurator Otto Schulz konnte einen Teil der Nazarener-Fresken aus dem Dom zu Speyer retten. Er entwickelte ein ganz besonderes Verfahren dafür, bei dem auch Quark, Öl und Leim eine Rolle spielten. Die Bilder wurden auf Glasfaser ausgerollt und gelagert. Dadurch sind unter anderem noch die ursprünglichen Farben zu sehen.

Welch ein Glück!

Seit 2012 sind einige Fresken zurück und können seitdem in dem dafür eigens völlig neu gestalteten Kaisersaal des Speyerer Doms besichtigt werden. Sie wurden seit den achtziger Jahren wieder Instand gesetzt. Die Besichtigung ist ein besonderes Erlebnis.

Heilige und Marienzyklus im Kaisersaal des Speyerer Doms

  • Staunend stehen wir vor den großen Werken, immer mehr Details erschließen sich beim Betrachten.
  • Die ersten vier Fresken zeigen Szenen aus dem Leben des Heiligen Bernhard von Clairvaux, einem der bedeutendsten Mönche des Zisterzienserordens.
  • Er predigte eindringlich an Weihnachten 1146 im Speyerer Dom und rief dabei zum Kreuzzug auf.
  • Unter anderem ist er bei der Ankunft vor dem Dom zu sehen.
  • Auch in anderen Fresken taucht die eindrucksvolle romanische Kirche immer wieder auf.
  • Die Fresken zeigen Momente mit dem heiligen Erzmärtyrer Stephanus und Papst Stephan I., dessen Kopfreliquie im Speyerer Dom verehrt wird.
Auf dem Fresko im Kaisersaal krönt Jesus seine Mutter Maria

Die „Marienkrönung“ hing früher in der Apsis

Besonders eindrucksvoll fand ich die „Marienkrönung“, die bis 1957 in der Apsis des Chorraums des Speyerer Doms angebracht war und eine Grundfläche von 70 Quadratmetern besitzt. Für dieses gewaltige Werk wurde im Kaisersaal eine eigene Kuppelkonstruktion angefertigt, die der Wölbung in der Apsis nachgebildet ist. Hier krönt Jesus seine Mutter im Himmel. Eine goldene Platte in der Mitte der Raumdecke stellt das Symbol für „Gottvater“ dar. Immer wieder zieht es den Blick nach oben.

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Blick in das Hauptschiff im Dom

Blick ins Hauptschiff des Speyerer Dom

Durch ein Fenster können die Besucher in den Dom blicken

Aber das ist noch nicht alles. Durch eine Glastür zur Empore können die Besucher in den Innenraum des Domes schauen. Dabei zeigen sich sehr schön die Dimensionen des großen romanischen Gebäudes. Zusätzlich ermöglicht ein mit einer Glasplatte abgedecktes Glockenloch im Fußboden den Blick in die Vorhalle – eine besondere Perspektive. Wir dürfen so lange Verweilen wie wir wollen und so nehme ich die Gelegenheit wahr, bleibe alleine im Kaisersaal zurück und genieße die Atmosphäre dieses besonderen Raumes.

Interessanter Blick in die Domvorhalle

Durch ein ehemaliges Glockenloch können wir auf den Eingang und die Vorhalle blick

Turmbesteigung Speyerer Dom: Blick auf Stadt und den Rhein

Die Speyrer Hauptstraße durch ein Turmfenster

Blick auf die Speyrer Hauptstraße

Voller Eindrücke verlasse ich den Kaisersaal auf der anderen Seite und steige langsam in Richtung Aussichtsplattform nach oben. Bis dahin sind es noch weitere 214 Stufen. Dabei erreichen wir fast die Turmspitze. Auf einer neuen Betontreppe, die sich später in einer Stahltreppe fortsetzt, geht es ziemlich bequem nach oben.

Blick durch ein Fenster auf die Westtürme, die Kuppel und das Dach

Immer wieder gibt es faszinierende Blicke auf Dach, Westtürme und Kuppel

Einen Aufzug gibt es nicht, aber immer wieder interessante Blicke auf das Dach des Speyerer Doms, die anderen Türme, die Stadt und den Rhein. Jetzt gibt es Gegenverkehr auf der Treppe, aber es ist genügend Platz. Auf dem Südwestturm des Doms befindet sich in rund 60 Metern Höhe mein Ziel, die vor einigen Jahren neu gebaute Aussichtsplattform. Lange bleibe ich in der luftigen Höhe stehen und lasse meinen Blick schweifen. Mein Wohnhaus ist verdeckt, aber der Blick auf die Dächer von Speyer und die Pfalz ist faszinierend.

Speyer von Oben

Blick auf die Speyrer Hauptstraße

Die Hauptstraße von Speyer schlängelt sich unter mir in Richtung Altpörtel (der Stadtturm, der auch bestiegen werden  kann). Gut erkenne ich von hier oben wie sie dem einstigen Bachlauf folgt. Denn die Speyerer Hauptstraße ist nicht gerade. Hier sitzen schon die ersten Gäste in den Cafés.

Von Oben sehen wir das Dach, die Türme, den Dompark und den Rhein

Von der Aussichtsplattform hat man einen herrlichen Blick

  • Bis in die Vorderpfalz und ins Badische kann ich schauen.
  • An Tagen mit guter Fernsicht soll der Blick über eine Entfernung von mehr als 50 Kilometern gelingen.
  • Irgendwo dahinten liegt St. Martin.
  • Ganz soweit ist die Sicht heute nicht, aber der Aufstieg hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Fast neben mir „heben die Flugzeuge des Technikmuseums ab“, direkt unter mir ist das Historische Museum der Pfalz. Fasziniert schaue ich auch den Schiffen auf dem Rhein zu, der hier einen großen Bogen macht.

Voller Eindrücke steige ich langsam die vielen Stufen hinunter und komme auf der anderen Seite der Vorhalle des Speyerer Doms wieder heraus.

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Über den Besuch des Speyerer Doms und der Krypta erzähle ich Dir gerne mehr. Und natürlich gebe ich Dir weitere Tipps zur Besichtigung meiner Heimatstadt.


Danke an die Verantwortlichen, für die Erlaubnis zu fotografieren und den freundlichen Empfang.


Tipps: Das solltest Du in Speyer unbedingt noch besichtigen

  • Dom Innenraum, Krypta und Spaziergang drum herum
  • Judenbad, Synagoge, Judenhof
  • Hauptstraße
  • Altpörtel
  • Sonnenbrücke, Altstadt
  • Gedächtniskirche, Dreifaltigkeitskirche
  • Mit mehr Zeit: Historisches Museum der Pfalz, Technikmuseum

In der Touristeninformation gibt es einen Stadtplan mit einem ausgearbeiteten Rundgang

Parken und Übernachten in Speyer mit und ohne Wohnmobil

  • Parkplatz „Festplatz”  (auch für Wohnmobile, auch Übernachtung, und Busse – gesperrt bei Messen)
  • Parkplatz „Dom” (sehr klein, immer voll, Stau, nicht für Busse oder Wohnmobile)
  • Parkplatz „Technikmuseum”

Informationen Dom zu Speyer

Öffnungszeiten Kaisersaal und Turm April bis Oktober

  • werktags 10–17 Uhr
  • sonntags 12–17 Uhr
  • Einlass im 20-Minuten-Takt

Im Internet:  www.dom-zu-speyer.de und www.kaiserdom-virtuell.de

Inspirationen zum Urlaub mit dem Wohnmobil in der Pfalz


Kaiserdom Speyer: Besichtigung Kaisersaal und Domplattform #Speyer #Dom #Turmbesteigung #Pfalz #WeltkulturerbeHat noch etwas gefehlt? Brauchst Du weitere Tipps? Ich freue mich sehr über Kommentare und Anregungen. Sag auch gerne Bescheid wie es Dir gefallen hat.

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Katja
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